ArchivDeutsches Ärzteblatt50/2001Schwangerschaften nach Stammzelltransplantation

MEDIZIN: Referiert

Schwangerschaften nach Stammzelltransplantation

Dtsch Arztebl 2001; 98(50): A-3374 / B-2838 / C-2635

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LNSLNS Patienten, die mit hämopoetischen Stammzellen (aus dem peripheren Blut oder aus dem Knochenmark) transplantiert wurden, können durchaus normale Schwangerschaften und gesunde Kinder haben. Eine Ganzkörperbestrahlung bei Patientinnen mit einer Allotransplantation in der Vorgeschichte führt allerdings häufiger zu Risikoschwangerschaften.
So zeigte eine an 229 Zentren der European Group for Blood and Marrow Transplantation durchgeführte Studie, dass die meisten der erfassten 312 Schwangerschaften von 113 Patientinnen und Partnerinnen von 119 Patienten komplikationslos verliefen. 67 Empfängerinnen von Allotransplantaten mussten sich jedoch in 42 Prozent einer Sectio unterziehen (im Vergleich zu 16 Prozent in der Normalbevölkerung), bei 59 Schwangerschaften nach Allotransplantation kam es in 20 Prozent zu einer Frühgeburt (6 Prozent in der Normalbevölkerung) und in 23 Prozent von 52 Fällen wurden Einlinge mit einem zu geringen Geburtsgewicht entbunden (6 Prozent in der Normalbevölkerung).
Das Studiendesign ließ eine Abschätzung der Fertilität betroffener Patienten leider nicht zu, so die Autoren, und die vorliegenden Ergebnisse erlauben folglich auch keine prognostischen Aussagen. Interessant werden aber die Daten der innerhalb dieser Untersuchung erfassten Kinder bezüglich des eigenen Karzinomrisikos und der daraus abzuleitenden Prognosen für betroffene Patienten mit Kinderwunsch sein. goa

Salooja N et al.: Pregnancy outcomes after peripheral blood or bone marrow transplantation: a retrospective survey. Lancet 2001; 358: 271–276.

Salooja N, Department of Haematology, Imperial College of Science and Medicine, Hammersmith Hospital, London, England.

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