VARIA: Preise

Verleihungen

Dtsch Arztebl 2001; 98(50): A-3393 / B-2857 / C-2653

EB

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LNSLNS Innovationspreis Diagnostik – erstmals verliehen durch die Kaufmännische Krankenkasse (KKH), Dotation: insgesamt 55 000 DM. Der 1. Preis (Dotation: 30 000 DM) ging an Dr. med. Carsten Goessl (35), Freie Universität Berlin, der sich als Urologe am Klinikum Benjamin Franklin mit dem Thema Früherkennung des Prostatakarzinoms be-fasst hat. Der 2. Preis (Dotation: 15 000 DM) ging an eine Forschergruppe um den Freiburger Sportmediziner Dr. med. Arno Schmidt-Trucksäß (41). Die Gruppe entwickelte ein Ultraschallverfahren zur verbesserten Messung der Wandrauheit der Halsschlagadern. Das Ergebnis helfe, Hochrisikopatienten für Herzinfarkt und Schlaganfall zu erkennen, heißt es in der Laudatio. Der dritte Preis (jeweils 5 000 DM) wurde zweimal vergeben. Dr. med. Katrin Neumann, Zentrum der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde am Klinikum der Universität Frankfurt/Main, hat ein Screening-Verfahren flächendeckend in Hessen vorangetrieben, mit dem Hörschäden bei Neugeborenen frühzeitig erkannt werden können. Der Kinderarzt Dr. med. Andreas Schulze (42), Kinderklinik Heidelberg, wurde für sein bereits etabliertes Screening-Verfahren ausgezeichnet. In Screening-Zentren wird Blut von Neugeborenen auf Stoffwechselkrankheiten untersucht.

Klaus Koch. Foto: privat
Klaus Koch. Foto: privat
Preis „Medizin im Wort“ – an Klaus Koch (38), Brühl, langjähriger Mitarbeiter des Deutschen Ärzteblattes, Köln, für seine „kritische und engagierte Berichterstattung“. Die mit 20 000 DM dotierte Ehrung wurde Koch anlässlich der Herbsttagung des Kollegiums der Medizinjournalisten in Hannover überreicht.
Der Biologe entdeckte seine Leidenschaft für die Wissenschaftsberichterstattung während seiner Diplomarbeit über Genveränderungen in Karzinomen. Als Robert-Bosch-Stipendiat hospitierte er 1991 bis 1992 bei „Die Welt“ und beim Südwestfunk Baden-Baden. Durch sein Engagement für das Deutsche Ärzteblatt hat Koch großen Anteil an der aktuellen Medizin- und Wissenschaftsberichterstattung.
Darüber hinaus arbeitet er regelmäßig für die „Süddeutsche Zeitung“, „Die Woche“, den „Kölner Stadt-Anzeiger“ und den Züricher „Tages-Anzeiger“. Bereits 1997 hatte Koch den Journalistenpreis der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. erhalten. Seine Artikel sind im Internet unter www.evibase.de nachzulesen. Die Redaktion gratuliert!

Golden Helix Award – verliehen während des 24. Deutschen Krankenhaustages am 21. November in Düsseldorf, ausgeschrieben vom Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V., Dotation: 8 000 DM, gestiftet durch das Forum Deutsche Medizintechnik – Verband der deutschen feinmechanischen und optischen Industrie e.V. und den Zentralverband Elektrotechnik- und Elektroindustrie e.V – an eine Arbeitsgruppe aus dem Klinikum Augsburg („Postoperative Ernährung nach abdominal-chirurgischen Operationen“). Die Auszeichnung (Preisgeld und eine Skulptur) nahmen Elisabeth Wilhelm, die Qualitätssicherungsbeauftragte des Klinikums Augsburg, und Dr. med. Lutz Hauser, Assistenzarzt an der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des Klinikums Augsburg, in Düsseldorf aus der Hand von Heinz Kölking, des Präsidenten des Verbandes der Krankenhausdirektoren Deutschlands e.V., entgegen.

Christian Götting. Fotos: privat
Christian Götting.
Fotos: privat
Martin Seule
Martin Seule
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Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin – Dotation: 5 000 DM. Der Preis wurde im Rahmen der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie und der Deutschen Gesellschaft für Laboratoriumsmedizin 2001 in Rostock zu gleichen Teilen an Dr. rer. nat. Christian Götting aus Bad Oeynhausen und cand. med. Martin Seule aus Rostock verliehen. Schwerpunkt der wissenschaftlichen Tätigkeit von Götting war im Rahmen seiner Dissertation das Gebiet der humanen Xylosyltransferase. Ausgezeichnet wurde seine Arbeit „Untersuchung zur molekularbiologischen Charakterisierung und Pathobiochemie der humanen Xylosyltransferase“.
Seule arbeitet im Rahmen seiner Doktorarbeit an einem Thema zur Mutation des Dihydropy-rimidindehydrogenasegens DPYD*2A, um frühzeitig die Gefahr einer schweren Toxizität bei Chemotherapie mit 5-Fluorouracil erkennen zu können. Teilergebnisse wurden bereits publiziert.

Alfred-Vogel-Wissenschaftspreis – verliehen anlässlich der Jahrestagung 2001 der Schweizerischen Medizinischen Gesellschaft für Phythotherapie in Baden bei Zürich, Dotation: 10 000 Schweizer Franken, gestiftet durch die Firma Bioforce AG, Roggwill/ Schweiz, an das deutsche Wissenschaftlerteam um Prof. Dr. med. Irmgard Merfort (Dr. Guido Lyß, Dr. Peter Rüngeler, Christoph Klaas und Alfonso Garcia-Piñeres), Institut für Pharmazeutische Biologie an der Universität Freiburg. Der Preis wurde für die Arbeiten zum molekularen antiphlogistischen Wirkmechanismus der Arnikablüten zuerkannt.

Heinrich-Wieland-Preis – gestiftet durch die Firma Boehringer Ingelheim KG, Dotation: 50 000 DM, an Prof. Dr. Felix Wieland (53), Arbeitsgruppe am Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg, in Würdigung seiner Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Bildung von Transportvesikeln. EB

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