ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2001Großbritannien: Gesundheitsdienst weiter im Defizit

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Großbritannien: Gesundheitsdienst weiter im Defizit

Dtsch Arztebl 2001; 98(51-52): A-3410 / B-2874 / C-2670

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Milliarden für die Begleichung alter NHS-Schulden. Foto: dpa
Milliarden für die Begleichung alter NHS-Schulden. Foto: dpa
Zusätzliche Milliardenbeträge bewirkten nichts.

Sechzig Prozent aller Gesundheitsverwaltungen des staatlichen britischen Gesundheitsdiensts (National Health Service, NHS) erwirtschafteten im vergangenen Jahr ein Defizit. Wie aus neuen Zahlen des National Audit Office (NAO) hervorgeht, war dafür vor allem der stationäre Sektor verantwortlich. Jede NHS-Gesundheitsverwaltung erhält vom Londoner Ge­sund­heits­mi­nis­terium einen Jahresetat zugewiesen. Allerdings passiert im Fall von Budgetüberschreitungen in der Regel nichts, da die Zentralregierung für das Defizit aufkommt. Mehrfach hatte die britische Regierung in den vergangenen Jahren mit ihren Ankündigungen von neuen Milliardenspritzen für das marode staatliche Gesundheitswesen für Schlagzeilen gesorgt. Wie sich jetzt herausstellte, wurde ein Großteil der Summe ausgegeben, um alte Schulden von Krankenhäusern und lokalen Gesundheitsverwaltungen zu bezahlen. Laut NAO hat sich deshalb trotz zusätzlicher Milliardenbeträge bis heute nichts in den NHS-Kliniken und Praxen gebessert. Britische Klinik- und Primärärzte bestätigen, dass bislang nichts von dem angeblichen Geldsegen auf den Stationen oder in den Hausarztpraxen angekommen sei.
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