ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2001Arzneimittel: Es gibt keinen vernünftigen Kompromiss

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Arzneimittel: Es gibt keinen vernünftigen Kompromiss

Dtsch Arztebl 2001; 98(51-52): A-3438 / B-2895 / C-2691

Schirmer, Susanne

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LNSLNS Nach Ansicht des Bundesfachverbands der Arzneimittelhersteller und des Instituts für Pharmazie in Leipzig ist die Entscheidung zur Markteinführung immer eine Nutzen-Risiko-Abwägung und stellt einen Kompromiss zwischen der Patientensicherheit und den Firmeninteressen dar. Ist dieses Verfahren kodifiziert? Wer ist für einen solchen Kompromiss zuständig? Drei „Pionierprodukte“ (Simva-, Prava-, Lovastatin) sind am besten erprobt, was ihre Nutzen-Risiko-Bilanz angeht. Seit zwei Jahren sind Todesfälle bei der Anwendung von Cerivastatin bekannt. Es sei deshalb den Patienten, Ärzten und Apothekern eine gesonderte Nutzen-Risiko-Abwägung für die Änderung der Verschreibung von zum Beispiel Pravastatin auf Verivastatin erlaubt: Der Nutzen hat sich dabei nicht geändert; das Risiko ist von null auf fünf Todesfälle angestiegen. Es gibt keinen vernünftigen Kompromiss zwischen Patientensicherheit und den Firmeninteressen; die Firma muss ihr Produkt baldigst zurückziehen. Der „Kompromiss“ ist eine Forderung der Hersteller bei der aggressiven Markteinführung . . .
Dr. med. Susanne Schirmer, Schlossfeldstraße 20, 86582 Aystetten
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