ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2001Psychotherapeuten: Erklärungsbedürftig

BRIEFE

Psychotherapeuten: Erklärungsbedürftig

Dtsch Arztebl 2001; 98(51-52): A-3438 / B-2895 / C-2691

Garzmann, Ralf

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LNSLNS . . Ich kann mir die vorgestellten Ergebnisse kaum erklären. Bereits hier in meinem niedersächsischen KV-Bezirk Braunschweig kenne ich vier Praxen, in denen mehr als drei Psychologische Psychotherapeuten zusammenarbeiten. Laut der wiedergegebenen Statistik sei es bundesweit nur eine. Ich kann nur vermuten, dass viele Psychologenkollegen als Einzelabrechner geführt werden, die sich aber organisatorisch zusammengetan haben und Räume und sonstige Ressourcen teilen, und deshalb diese Statistik keine Aussagekraft hat. Oder was sonst könnte dahinter stecken? Sicher gibt es meines Erachtens bei ausschließlich psychotherapeutisch Tätigen – gleich ob Ärzte oder Psychologen – weniger Kostengründe für Praxisgemeinschaften als in anderen Bereichen, weil es wenig teure Technik, Räume oder Personal gibt, die zum Zweck der Kostenersparnis geteilt werden können. Vertretungen bei Urlaub und sonstiger Abwesenheit sind im Bereich der psychotherapeutischen Behandlung außer in Krisenfällen nicht sinnvoll und fallen als weiteres mögliches Motiv für den Zusammenschluss weg. Dagegen gibt es gute Gründe, einen Kollegen Tür an Tür zu haben, mit dem sich ein Behandlungsproblem unaufwendig besprechen lässt. Wie auch immer – die von Ihnen vorgestellten Ergebnisse sind erklärungsbedürftig.
Ralf Garzmann, Steinkamp 2 b, Hordorf, 38162 Cremlingen
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