ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2001Stillen bei HIV-Infektion

MEDIZIN: Referiert

Stillen bei HIV-Infektion

Dtsch Arztebl 2001; 98(51-52): A-3444 / B-2900 / C-2696

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LNSLNS In einer Studie in Entwicklungsländern, die ursprünglich die Übertragungsrate von HIV auf Kinder stillender HIV-infizierter Mütter untersuchen sollte, sind unerwartete Ergebnisse bezüglich des Stillens aufgetreten. Sowohl bei den stillenden Müttern als auch bei den gestillten Kindern war die Mortalität infolge einer HIV-Infektion gegenüber den nicht stillenden Müttern und den mit Babynahrung ernährten Kindern signifikant erhöht. Die erhöhte Sterblichkeit von gestillten Kindern HIV-infizierter Mütter war bereits aus anderen Studien bekannt. Neu ist jedoch die Beobachtung, dass auch die stillenden Mütter häufiger letal erkrankten. Als Ursache wird von den Autoren die hohe metabolische Last durch die Laktation angesehen, die bei den meist unterernährten Frauen zu einer Verschlechterung der ohnehin katabolen Stoffwechsellage führt. Zusätzliche immunmodulatorische Einflüsse, etwa durch das Prolactin, werden ebenfalls angenommen. acc

Effect of breastfeeding on mortality among HIV-1 infected women: a randomized trial. Lancet 2001; 357: 1651–1655.

Ruth Ndutai, Department of Paediatrics and Medical Microbiology, PO Box 19676, University of Nairobi, Nairobi, Kenya.

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