ArchivDeutsches Ärzteblatt51-52/2001Lebensversicherungen: Weniger Reserven

Versicherungen

Lebensversicherungen: Weniger Reserven

Dtsch Arztebl 2001; 98(51-52): [90]

rco

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LNSLNS Nach einer Analyse des Branchendienstes MAP-Report wird es für die Lebensversicherungs-Anbieter zunehmend schwieriger, die gewohnt hohen Nettorenditen für ihre Klientel zu erwirtschaften. Außerdem hat die Reservekraft vieler Gesellschaften drastisch abgenommen. Grund hierfür ist das seit Jahren andauernde niedrige Zinsniveau und die anhaltende Börsen-Baisse.
Die Analysten untersuchten die Nettorenditen aus den Kapitalanlagen für die Jahre 1999 und 2000 sowie die Reservekraft. Untersucht wurde unter anderem, wie viele Monate die Reserven zur Finanzierung der Überschussbeteiligung ausreichen, wenn nur fünf Prozent Rendite erwirtschaftet werden.
Die Rendite beispielsweise der Hannoverschen Leben betrug im Jahre 2000 nur noch 5,2 Prozent nach 7,09 Prozent im Jahre 1999. Die Reserven würden dann lediglich für 13 Monate reichen. Auch bei anderen Versicherungen hinterließ die Situation am Kapitalmarkt ihre Spuren. So sank beispielsweise die Nettorendite der Öffentlichen Leben Berlin-Brandenburg von 9,58 Prozent auf 5,86 Prozent, die der HDI Leben von 8,70 Prozent auf 5,61 Prozent.
Derzeit sind jene Gesellschaften im Vorteil, die weniger Gewinne an ihre Kunden ausschütten und dafür höhere Reserven anlegen. Hierzu gehören die Hamburg- Mannheimer, die Victoria, die Volksfürsorge und die Allianz. Diese Geschäftspolitik ging in den letzten Jahren allerdings zulasten der Marktanteile: Da die Ratings in Verbraucherzeitschriften vor allem die Nettorenditen bewerten, mussten viele dieser Unternehmen zuletzt Federn lassen. rco
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