ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2002Mammographie: Diskussion öffentlich führen

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Mammographie: Diskussion öffentlich führen

Dtsch Arztebl 2002; 99(1-2): A-34 / B-25 / C-25

Blumberg, Klaus

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LNSLNS Selbstverständlich sollte sein: erst die Fakten wissenschaftsbasiert und lobbyfest aufstellen, dann die Diskussion aller Beteiligten, insbesondere auch der betroffenen Frauen zur Transparenz, und – um jedem Neopaternalismus vorzubeugen – danach erst eine evidenzbasierte Leitlinie zum Screening zusammen mit den Frauen aufstellen, falls der Nutzen den Schaden überwiegt. Wenn dies nicht der Fall ist, dann zuerst weitere Forschung. Dass es zu viele nicht qualitätsgesicherte Mammographien, falschpositive Befunde und überflüssige Biopsien gibt, darf wohl schwerlich der Grund sein, jetzt überstürzt ein Programm einzuführen, dessen gewünschtes Ergebnis – nämlich Lebensverlängerung und/ oder Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen – nicht zweifelsfrei feststeht. Diese Diskussion ist öffentlich und nicht nur in Fachzeitschriften wie Lancet, DÄ oder bei Cochrane zu führen, weil jeder Mensch ein Recht darauf hat, umfassend und für ihn verständlich in Fragen der Gesundheitsversorgung informiert zu werden. Die Standesorganisationen sollten eine nicht qualitätsgestützte Diagnostik und Therapie wenigstens versuchen zu unterbinden, denn dies ist der eigentliche Skandal . . .
Dr. Klaus Blumberg, Zum Altmühlspitz 5, 93309 Kelheim
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