ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2002Arzneimittel: Hier ist Einsparpotenzial

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Arzneimittel: Hier ist Einsparpotenzial

Dtsch Arztebl 2002; 99(1-2): A-36 / B-26 / C-26

Brodnicke, Otmar

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LNSLNS Infolge meines Alters verordne ich nur noch wenige Medikamente. Für mich selbst jedoch benötige ich Medikamente, die in Deutschland zu einem relativ hohen Preis angeboten werden. Mehr durch Zufall bekam ich die Telefonnummer einer holländischen Apotheke (die Niederlande gehören zur EU) und habe dort nachgefragt. Nunmehr beziehe ich meine wesentlichen Medikamente von dort, wobei die Preise im Vergleich zu Deutschland 20 bis 25 % niedriger liegen. Ich habe die Präparate überprüft: Es sind Originalpräparate, die entweder aus Deutschland, den USA oder auch aus der Schweiz stammen (Hoffmann-La Roche). Da ich annehme, dass unsere europäischen Nachbarn nicht ohne Gewinn arbeiten, möchte ich doch einmal fragen, wieso es immer wieder gelingt, uns Deutsche derart über den Tisch zu ziehen?
Ich bin der Meinung, dass das nicht mehr auf Dauer hingenommen werden kann. Ein entsprechender Hinweis von mir an die örtliche AOK wurde bis heute überhaupt nicht registriert. Das heißt doch wohl, dass es hier um ein wirtschaftspolitisches Spiel geht, wobei man den Ärzten vormacht, sie hätten eine Chance, irgendwie einzugreifen. Auch Sie möchte ich bitten, die deutschen Ärzte über die Sachverhalte ehrlich aufzuklären. Das theoretische Einsparpotenzial übersteigt eine Milliarde DM. Diese Summe fehlt jedoch angeblich.
Dr. med. Otmar Brodnicke, Alfredstraße 77/79, 45130 Essen
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