ArchivDeutsches Ärzteblatt1-2/2002Medikamente: Voll daneben

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Medikamente: Voll daneben

Dtsch Arztebl 2002; 99(1-2): A-36 / B-26 / C-26

Hirschberg, Eberhard

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LNSLNS Ihr Leitsatz geht voll daneben. Die Forderung einer Verordnung des Wirkstoffes wäre die Verwirklichung einer alten Forderung der meisten pharmakologisch geschulten Fachärzte, die es leid sind, der Industrie und den Apotheken mit ihren Spielchen ausgeliefert zu sein. Wirkstoffangabe mit Konzentration und Angabe der abzugebenden Menge ist die ehrlichste Lösung und für die Ärzte die optimale Lösung (sie wird im Übrigen in mehreren europäischen Ländern seit Jahrzehnten gepflegt) . . . Es handelt sich hierbei keineswegs um einen Schnellschuss, sondern um eine alte Forderung Informierter. Die jetzigen Probleme, dass zum Beispiel Patienten mit einem Originalpräparat eingestellt werden und der Wechsel dieses Präparates (in meinem Fach etwa der Antiepileptika) Spiegelveränderungen bewirken könnte, die einen Anfall auslösen, würde dann schlicht wegfallen, weil nur wirklich pharmakologisch-pharmakokinetisch identische Substanzen abgegeben werden dürfen. Dass die Industrie das nicht will, ist nachvollziehbar . . .
Dr. med. Eberhard Hirschberg, Breite Straße 49, 13597 Berlin
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