ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2002Beitragssätze: Steuer-Jahresausgleich für Unternehmen

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Beitragssätze: Steuer-Jahresausgleich für Unternehmen

Dtsch Arztebl 2002; 99(3): A-110 / B-93 / C-91

Kopka, Eva Regina

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LNSLNS Den Krankenkassen fehlt es an Beiträgen, den gesetzlichen Rentenversicherungen ebenfalls. „Monitor“ berichtete am 8. November 2001, dass Großbanken massiven Personalabbau planen, um die Gewinne der Aktionäre zu steigern. Unternehmensgewinne bringen kein Geld in die Sozialversicherung – und Arbeitslosigkeit macht krank: einmal direkt die einzelnen Betroffenen, aber auch uns alle in dieser Gesellschaft, weil bei den Krankenkassen durch die wieder steigende Arbeitslosigkeit weniger Geld für Gesundheit zur Verfügung steht.
Was ich mir als Therapie für diese Krankheit der Gesellschaft vorstelle: Eine wirkliche Steuerreform, welche die Unternehmenssteuern durch einen Jahresausgleich regelt, könnte einen Anreiz für mehr Beschäftigung und damit für mehr Sozialversicherungsbeiträge bringen. Wenn ein Unternehmen in Relation zu seinem Umsatz und Gewinn nur einen geringen Betrag an Sozialversicherungsbeiträgen abführt (also zum Beispiel durch Personalabbau seine Gewinne steigert oder mit vielen geringfügig Beschäftigten arbeitet), dann kann es über höhere Unternehmenssteuern seinen Beitrag für die Allgemeinheit leisten. Ein Unternehmen dagegen, welches eine große Anzahl von Menschen beschäftigt, Löhne und Gehälter im Bereich der Bemessungsgrenzen zahlt und damit einen großen Beitrag in die Sozialversicherung leistet, hat sich in unserer Gesellschaft schon nützlich gemacht und sollte deshalb belohnt werden und aus einem Unternehmenssteuer-Jahresausgleich seine Steuern erstattet bekommen.
Dr. Eva Regina Kopka, Pirminiusstraße 3, 66440 Lautzkirchen
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