ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2002Medikamenten-Fehlverordnung in der Pädiatrie

MEDIZIN: Referiert

Medikamenten-Fehlverordnung in der Pädiatrie

acc

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Verordnungsfehler werden als relevantes Problem in der klinischen Medizin angesehen. Studien hierzu konnten zeigen, dass bis zu vier Prozent aller hospitalisierten Patienten hiervon während ihrer Behandlung betroffen sind. Neben fehlerhaften Indikationen für eine Medikamententherapie sind auch Abgabe- und Dosierungsfehler zum Teil bei unerwünschten Ereignissen ursächlich.
Eine Untersuchung in zwei pädiatrischen Abteilungen in Boston konnte anhand von Stichproben zeigen, dass bei circa 10 000 Medikamentenverordnungen eine Fehlerquote von 5,7 Prozent auftrat, in deren Folge in 1,1 Prozent unerwünschte Ereignisse zu beobachten waren. Es waren vor allem Therapien bei Neugeborenen sowie auf der Neugeborenenintensivstation zu bemängeln. Etwa 80 Prozent der Fehler kamen bereits bei der Anordnung durch fehlerhafte Dosierungen zustande.
Als positiver Aspekt der Untersuchung ließ sich festhalten, dass durch EDV-gestützte Eingabesysteme bis zu 93 Prozent der unerwünschten Ereignisse nicht aufgetreten wären. Ebenso gut hätte dies durch den Einsatz von klinischen Pharmakologen auf der Station verhindert werden können. acc

Kaushal R et al.: Medication errors and adverse drug events in pediatric inpatients. JAMA 2001; 285: 2114–2120.

Dr. Goldmann, Children’s Hospital, Enders 609, Longwood Avenue, Boston, MA 02115, USA.

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote