ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2002Sana Kliniken-Gesellschaft mbH: Expansionskurs

VARIA: Wirtschaft

Sana Kliniken-Gesellschaft mbH: Expansionskurs

Clade, Harald

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LNSLNS Die Sana Kliniken-Gesellschaft, München, hat ihre Geschäftspolitik weiter auf Expansion gestellt. Die Gruppe, die inzwischen zu den umsatzstärksten privaten Klinikkettenbetrieben zählt, besteht seit mehr als 25 Jahren. Sie ging hervor aus dem am 11. März 1976 in Köln von 18 privaten Kran­ken­ver­siche­rungen gegründeten „Verein zur Planung und Förderung privater Krankenhäuser e.V.“.
Ziel der heute von 32 Kran­ken­ver­siche­rungen getragenen Gesellschaft ist der Aufbau und Betrieb einer Krankenhauskette in privater Trägerschaft, „die anspruchsvolle medizinische und pflegerische Leistungen mit hohem Wirtschaftlichkeitsniveau“ verbindet. Erster Geschäftsführer der Sana Kliniken-Gesellschaft war der Österreicher Dr. rer. pol. Herbert Weissenböck (57).
Unternehmensstrategie des Klinikträgers ist es, die Synergievorteile der Verbundwirtschaft, der Kooperation und des zentralen Managements von Klinikkettenbetrieben zu nutzen und dadurch gegenüber den anderen Krankenhäusern Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Inzwischen hat das Klinikunternehmen die Verbundwirtschaft und Regionalisierung ihrer Klinikbetriebe systematisch ausgebaut und zentrale Funktionen in die Münchener Hauptverwaltung verlagert oder bestimmte Aufgaben auf regionale Geschäftsführungen und mit dem Unternehmen verbundene Tochtergesellschaften übertragen.
Die von Sana verfochtenen Unternehmensgrundsätze der Dezentralisierung, Diversifikation und des Outsourcings waren Voraussetzung dafür, dass die Gesellschaft stark wuchs und 15 Jahre nach ihrer Gründung Gesellschaftsanteile von 13 Kliniken oder Trägergesellschaften erworben beziehungsweise das Klinikmanagement von Krankenhäusern, die vertraglich mit dem Unternehmen verbunden sind, übernommen hatte.
Hinter der Gründungsidee von Sana und dem Engagement der privaten Kran­ken­ver­siche­rungen stand zu Beginn die Idee, eine erwerbswirtschaftlich zu verantwortende Alternative zu dem von Martin Woythal (SPD), Hanau, propagierten Modell des klassenlosen Krankenhauses zu setzen. Die private Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) wollte mit Realisierung des Sana-Projektes die Wahlmöglichkeiten für die privatärztliche Behandlung erhalten und eine Nivellierung bei den nichtmedizinischen Leistungen unterbinden.
Im Juli 2001 betrieb Sana 21 Krankenhäuser und Reha-Einrichtungen; mit 38 Einrichtungen und Häusern bestanden Managementverträge. Darüber hinaus waren 22 Altenheime und sonstige Einrichtungen im Verbund. Zudem betreibt die Klinikkette elf Tochter- und Dienstleistungsunternehmen, mithin 92 eigene und mit dem Konzern verbundene Unternehmen. Der Umsatz betrug im Jahr 2000 rund 3,05 Milliarden DM. Die Sana Kliniken-Gesellschaft beschäftigt 23 700 Vollkräfte (16 800 Klinikbetten/Heimplätze).
Dr. rer. pol. Harald Clade
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