ArchivDeutsches Ärzteblatt3/2002Bad Steben: Mit Radon und CO2 gegen Rheuma

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Bad Steben: Mit Radon und CO2 gegen Rheuma

Dtsch Arztebl 2002; 99(3): A-139 / B-114 / C-110

Bühring, Petra

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Bad Steben verfügt über drei natürliche Heilmittel: Radon- und Kohlensäurequellen sowie Moor. Foto: Bayerisches Staatsbad Bad Steben
Bad Steben verfügt über drei natürliche Heilmittel: Radon- und Kohlensäurequellen sowie Moor.
Foto: Bayerisches Staatsbad Bad Steben
Das Bayerische Staatsbad Bad Steben erzielt mit Heilwassermischungen gute Ergebnisse.


Zwei Millionen Bundesbürger müssen mit chronischen schweren Rheuma-Schmerzen leben. Das bayerische Staatsbad Bad Steben im Frankenwald bietet eine „natürliche“ Anti-Rheuma-Therapie mit einer speziellen Heilwasser-Mischung aus Radon und Kohlensäure. Radon kann schmerzlindernd, entzündungshemmend und antiallergisch bei degenerativen Erkrankungen im Wirbelsäulen- und Gelenkbereich, bei Rheuma oder Morbus Bechterew wirken. Eine Doppel-Blind-Studie des Bad Stebe-
ner Kurortforschungsvereins in Zusammenarbeit mit dem Institut für medizinische Balneologie und Klimatologie der Ludwig-Maximilians-Universität München zeigt, dass die Schmerzempfindlichkeit der Patienten nach einer Radon-Therapie um etwa die Hälfte zurückgegangen und der Effekt auch nach vier Monaten deutlich feststellbar war. Manche Rheuma-Patienten lehnen eine Radon-Behandlung aus Angst vor Strahlenbelastung ab. Bad Steben verweist darauf, dass selbst bei 20 konventionellen Radon-Bädern die Strahlenbelastung nur ein Millisievert (mSv) erreiche. Zum Vergleich: Durch natürliche Umgebungsstrahlung aus Boden und Weltraum sei jeder durchschnittlich 4 mSv Strahlung im Jahr ausgesetzt.
Das Staatsbad erzielt, der Studie zufolge, mit einer halbierten Radonkonzentration bei den Therapiebädern nahezu identische Heilerfolge wie mit reinem Radonwasser. Möglich werde dies durch die Vermischung mit stark CO2-angereichertem Wasser aus der Bad Stebener Wiesenquelle. Die Kohlensäure verstärke die Aufnahmefähigkeit der Haut für das Radon. Durch den Perleffekt des CO2 auf der Haut könne gleichzeitig die Badetemperatur gesenkt werden, was Herz und Kreislauf weniger belastet. Neben Radon- und Kohlensäure-Quellen verfügt Bad Steben über ein drittes natürliches Heilmittel: Naturmoor, das die Wirkung des Radons bei Arthrosen und Rheuma verstärken kann. pb

Der Kurort bietet Pauschalarrangements für Selbstzahler: Beispielsweise kostet die einwöchige „Leo-von-Klenze-Kur“ für Rheumageplagte ab 285 A pro Person.
Informationen: Bayrisches Staatsbad Bad Steben, Badstraße 32, 95138 Bad Steben, Telefon: 0 92 88/96 00, Internet: www.bad-steben.de
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