ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2002Welt-Lepra-Tag: Appell für umfassendere Versorgung

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Welt-Lepra-Tag: Appell für umfassendere Versorgung

Dtsch Arztebl 2002; 99(4): A-153 / B-129 / C-125

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Eine Mitarbeiterin des Lepradienstes untersucht die Bewohner einer Slumregion in Kalkutta auf Merkmale der Lepra. 75 Prozent der jährlichen Neuerkrankungen werden in Indien festgestellt. Foto: DAHW
Eine Mitarbeiterin des Lepradienstes untersucht die Bewohner einer Slumregion in Kalkutta auf Merkmale der Lepra. 75 Prozent der jährlichen Neuerkrankungen werden in Indien festgestellt.
Foto: DAHW
700 000 Neuerkrankungen jährlich weltweit
Mit einer Unterschriftenkampagne fordert die Internationale Vereinigung der Leprahilfswerke, darunter das Deutsche Aussätzigen-Hilfswerk (DAHW), und „IDEA“, eine Selbsthilfeorganisation für Leprakranke, die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) auf, ihrer Verantwortung für das weltweite Lepraproblem eine weitere Perspektive zu geben. Die Initiatoren wollen ihren Appell anlässlich des Welt-Lepra-Tages am 27. Januar an die Generaldirektorin der WHO, Gro Harlem Brundtland, in Genf überreichen.
Zwar sei auf Initiative der WHO 1999 die Globale Allianz zur Elimination der Lepra gegründet worden. Sie setze ihre Priorität jedoch hauptsächlich auf den Einsatz der Mehrfach-Medikamenten-Therapie und konzentriere sich auf die Arbeit in jenen zehn Ländern, in denen 90 Prozent der Leprapatienten lebten. Dabei würden rund drei Millionen Behinderte und eine immer noch unverändert hohe Zahl von rund 700 000 Neuerkrankten im Jahr vergessen und die Patienten in den von Krieg und Katastrophen heimgesuchten Ländern ganz übersehen, kritisiert das DAHW. Alle Leprakranken müssten Zugang zu Medikamenten erhalten, um durch eine frühzeitige Behandlung Behinderungen und Verstümmelungen entgegenzuwirken. Zudem will das DAHW sich dafür einsetzen, das immer noch bestehende Stigma gegen die Lepra abzubauen sowie den Geheilten und Behinderten durch soziale Rehabilitation den Weg in ein normales Leben zu öffnen.
Kontakt: Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk, Mariannhillstraße 1c, 97074 Würzburg, Telefon: 09 31/79 48-0, Fax: 79 48-1 60, Spendenkonto: Sparkasse Mainfranken Würzburg, BLZ 790 500 00, Konto 96 96.
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