ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2002Englisch: Führende Weltsprache
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LNSLNS In der Umfrage wurde nicht zwischen Ärzten aus Ost- und Westdeutschland unterschieden. Viele Ärzte in Ostdeutschland mussten in der Zeit der ehemaligen DDR Russisch als erste Fremdsprache in der Schule erlernen, sodass die englische Sprache in der Schule möglicherweise bei einigen Kollegen zu kurz gekommen ist. Dies führt natürlich zu einer sprachlichen Ausgrenzung. Hier besteht sicherlich noch ein Nachholbedarf.
Als ehemaliger Oberarzt in Edinburgh sah ich in der Bibliothek des Fachverbandes für innere Medizin (The Royal College of Physicians in Edinburgh) einige deutschsprachige Standardwerke aus dem 19. und 20. Jahrhundert, und ich nehme an, dass zu der Zeit englische Ärzte deutsche Literatur gelesen haben, bevor Englisch in der medizinischen Literatur dominierte. In unserer Zeit ist die englische Sprache nun mal die führende Weltsprache in den Naturwissenschaften. Eine Weltsprache ist zur allgemeinen Verständigung auf wissenschaftlicher und sozialer Ebene nötig . . .
Auf einem kürzlich stattfindenden Kongress in Athen hätte ich mich sicherlich nur schlecht mit meinem japanischen Tischnachbarn beim Festbankett auf Deutsch unterhalten können. Ein englisches Lexikon für Ärzte hätte mir hier sicherlich auch nicht weitergeholfen. Die englische Sprache dient nicht nur dem Gedankenaustausch, sondern macht einen kollegialen Austausch möglich. Deutsche Ärzte können mithilfe von englischen Sprachkenntnissen einen Teil ihrer Ausbildungszeit in Amerika oder England verbringen oder ihr Arbeitsmarktangebot auf den anglo-amerikanischen Raum ausbreiten. Immerhin stellt die deutsche Ärztegruppe den Hauptanteil an den in Großbritannien arbeitenden europäischen Ärzten . . .
Literatur beim Verfasser
Dr. med. B. E. Klemenz, Medical Centre, 56 Northern Road, Portsmouth P063DS, England
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