ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2002PKV: Gekürzte Leistungen
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LNSLNS Leider sind im Streit um Wahlleistungszuschläge die Fronten nicht nur verhärtet, sondern die Auseinandersetzung wird nun auch auf dem Rücken der Versicherten ausgetragen.
Diese Erfahrung musste ich machen, als ich nach vielen Jahren als Beitragszahler nun stationäre Leistungen in einem privaten Krankenhaus in Anspruch nehmen musste. Meine private Kran­ken­ver­siche­rung (Partner vieler Ärzteorganisationen) erstattete trotz bestehendem Versicherungsschutz den Einbettzimmerzuschlag nicht in voller Höhe. Den Differenzbetrag fordert die Klinik nun bei mir ein. Physikalisch-medizinische Leistungen werden, trotz bestehendem „Vollschutz“, auf ein „in Deutschland durchschnittlich übliches Preisniveau“ gekürzt. Das „übliche Preisniveau“ legt dabei die Versicherung fest. Der in Werbeprospekten propagierte „Vollschutz“ verkommt so im Leistungsfalle zu einer Quelle ständigen Ärgernisses. Schließlich müssen die Beiträge ja niedrig gehalten werden, um Neukunden anzulocken. Wer längere Zeit bei einer Gesellschaft privat krankenversichert war, hat sowieso keine realistische Chance mehr, den Anbieter zu wechseln.
Dr. med. Klaus Schmid, Cuxhavener Straße 31, 90425 Nürnberg
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