ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2002Private Kran­ken­ver­siche­rung: Steter Zulauf

VARIA: Wirtschaft

Private Kran­ken­ver­siche­rung: Steter Zulauf

Clade, Harald

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LNSLNS Einen deutlichen Zugang beim Bestand der privaten Krankheitsvollversicherungen verzeichnete die private Kran­ken­ver­siche­rung (PKV) im Geschäftsjahr 2000. Der Nettozugang belief sich auf 166 000 (Vorjahr: 150 700) Personen beziehungsweise 2,26 Prozent. Der Bestand an voll versicherten Personen betrug per Jahresende 2000 rund 7,6 Millionen Personen. Dies geht aus dem Zahlenbericht 2000/2001 des Verbandes der privaten Kran­ken­ver­siche­rung e.V., Köln/Berlin, hervor.
Der Aufwärtstrend beim Bestand hielt im ersten Halbjahr 2001 an. Der Nettozugang betrug 100 300 Personen. Am 30. Juni 2001 waren in der privaten Krankheitskostenversicherung 7,6 Millionen Personen versichert. Die Zahl der privaten Zusatzversicherungen war hingegen rückläufig; hier wurden 13,9 Millionen Versicherungsverträge registriert.
Die Beitragseinnahmen betrugen im ersten Halbjahr 2001 21,2 Milliarden DM. Von diesen entfielen 14,3 Milliarden DM oder 67,7 Prozent auf die Krankheitskostenversicherung und fast 1,9 Milliarden DM (8,7 Prozent) auf die private Pflegeversicherung. An die Versicherten zahlten die Unternehmen der PKV bis 30. Juni 2001 mehr als 13,7 Milliarden DM reine Versicherungserstattungsleistungen. Addiert man die Leistungen der Pflegeversicherung hinzu, so lag der Betrag bei 14,2 Milliarden DM. Für das Jahresende 2001 wird mit einem Volumen an Versicherungsleistungen in der gesamten PKV von fast 28,6 Milliarden DM gerechnet, 27,6 Milliarden DM in der Kran­ken­ver­siche­rung und 1 Milliarde in der Pflegepflichtversicherung.
Im Jahr 2000 erhöhten sich die Leistungsausgaben je Versicherten um 2,9 Prozent. Damit ist der Ausgabenanstieg niedriger als ein Jahr davor (3,2 Prozent). Überdurchschnittlich legten die Leistungsausgaben für Arznei- und Verbandmittel zu; sie wiesen mit 8,2 Prozent die höchste Ausgabensteigerung auf. Einen geringeren Anstieg bei den Ausgaben gegenüber dem Vorjahr verzeichneten die Wahlleistungen Unterbringung und Arzt. Hier standen Steigerungen um 2,1 beziehungsweise 0,6 Prozent solchen von 4,5 Prozent/ 3,4 Prozent gegenüber. Ähnlich wie im Jahr 1999 erhöhten sich mit 1,1 Prozent die Ausgaben für allgemeine Krankenhausleistungen. Die Kosten für ambulante private Krankenbehandlungen stiegen um 4,3 Prozent.
Dr. rer. pol. Harald Clade
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