VARIA: Personalien

Gestorben

Dtsch Arztebl 2002; 99(4): A-228 / B-180 / C-168

EB

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LNSLNS Dr. med. Eugen E. Jungjohann, Facharzt für Kinderpsychiatrie und Autor von Sachbüchern, Reichshof bei Gummersbach, starb am 16. November 2001 im Alter von 71 Jahren.
Jungjohann studierte Medizin an den Universitäten Köln und Freiburg im Breisgau. Nach mehrjährigem Aufenthalt in den USA bildete er sich zum Facharzt für Psychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie an den Universitätskliniken an der Columbia University in New York, in Madison/Wisconsin sowie in Frankfurt/Main weiter. Er entwickelte im Rahmen seiner ärztlichen Tätigkeit ein sozialpädiatrisches Versorgungsprogramm („Living-room-Projekt“) für Behinderte im US-Staat Wisconsin. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1967 begründete er eine Drogenberatungsstelle in Essen, um dann die Leitung einer kinderpsychiatrischen Klinik im Raum Wuppertal zu übernehmen (1974 bis 1987). 1986 gründete er die erste ärztliche Kinderschutzambulanz in Deutschland, und zwar am Evangelischen Krankenhaus in Düsseldorf, die er bis zu seiner Pensionierung 1993 leitete. Im Jahr 1991 war er Mitinitiator des „Pediatric mobile Hospital“ in Ebenebe/Ostnigeria.

Klaus Hellmann.Foto: Archiv
Klaus Hellmann.
Foto: Archiv
Dr. med. Klaus Hellmann, Facharzt für Lungenkrankheiten, Allergologie, Sportmedizin und Sozialmedizin in Augsburg, starb am 26. Dezember 2001 im Alter von 82 Jahren.
Der aus Mannheim stammende Arzt schloss im Juni 1945 sein Medizinstudium mit Staatsexamen an der Medizinischen Fakultät der Universität Innsbruck ab. An der Universität München absolvierte er das ärztliche Staatsexamen im Jahr 1947. Hellmann war zunächst als Assistenzarzt an der Hautklinik sowie an der Frauenklinik und im Wöchnerinnenheim der Städtischen Krankenanstalten in Augsburg ärztlich tätig. Von 1947 bis 1953 arbeitete er am Hauptkrankenhaus in Augsburg und bildete sich zum Internisten und Lungenfacharzt weiter. Danach war er im Krankenhaus Straßberg und in der TBC-Fürsorgestelle des Gesundheitsamtes Augsburg tätig. Mit 33 Jahren ließ er sich 1953 in Augsburg als Facharzt für Lungenkrankheiten in eigener Praxis nieder. Seine Kassenarzttätigkeit beendete er Ende 1998.
Hellmann war lange Jahre in der ärztlichen Berufspolitik und hier insbesondere in der Weiter- und Fortbildung für Ärzte aktiv. 1958 ist er zum Vorsitzenden des Arbeitskreises frei praktizierender Pneumologen Bayerns gewählt worden. Von 1963 bis 1984 führte er den vom ihm gegründeten Berufsverband der Pneumologen Bayerns e.V. Von 1981 bis 1983 war er Präsident der Süddeutschen Gesellschaft für Pneumologie und Tuberkulose. Bereits 1948 ist er zum Sprecher der Jungärzte an den Städtischen Krankenanstalten Augsburg gewählt worden. Seit Gründung des Ärztlichen Kreisverbandes Augsburg im Jahr 1951 war er Mitglied des Vorstandes und von 1976 bis 1988 dessen 1. Vorsitzender. Von 1977 bis 1994 war er Vorsitzender des Ärztlichen Bezirksverbandes Schwaben und Mitglied des Vorstandes der Bayerischen Lan­des­ärz­te­kam­mer. Seit mehr als 50 Jahren war er Mitglied des Fortbildungsausschusses des Ärztlichen Kreisverbandes Augsburg und – später – Vorsitzender, Gründungsmitglied des Collegium Medicum Augustanum. Zwei Jahrzehnte lang gestaltete Klaus Hellmann verantwortlich die Programme und die Durchführung des Fortbildungskongresses für Praktische Medizin und den Interdisziplinären Zentralkongress für Fachberufe des Gesundheitswesens der Bundes­ärzte­kammer in Augsburg. Unter seiner Leitung wurden mehr als 90 Kongresse in Augsburg durchgeführt. Den Zentralkongress für Fachberufe im Gesundheitswesen gestaltete und leitete er mehr als 30 Jahre.
In Anerkennung und Würdigung seiner Verdienste um die ärztliche Selbstverwaltung und die Fortbildung verlieh ihm die deutsche Ärzteschaft während des 104. Deutschen Ärztetages im Mai 2001 in Ludwigshafen die Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft. EB
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