ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2002Investmentclub Börsebius: Lohn der Vorsicht

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Investmentclub Börsebius: Lohn der Vorsicht

Dtsch Arztebl 2002; 99(4): [92]

Rombach, Reinhold

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LNSLNS Sind fünf Prozent Wertentwicklung Grund zur Freude? Das klingt nach gar nicht so viel, wenn die Börsen fröhlich vor sich hin steigen, kann aber eine durchaus ansprechende Erfolgsziffer darstellen, wenn die Finanzmärkte nur noch Tristesse verströmen, wie im vergangenen Jahr.
Beim privaten Investmentclub gibt es indes keinen Anlass, das Anlagejahr 2001 als böse abzuhaken. Je nach Einstiegszeitpunkt und bereinigt um zwischenzeitliche Teileinlagen oder auch Entnahmen konnten die Gesellschafter Vermögenszuwächse von durchschnittlich 5,65 Prozent erwirtschaften. Nach Abzug aller Kosten, versteht sich. Das ist vor dem Hintergrund eines ganz erheblichen DAX-Verlustes ein durchaus passables Ergebnis.
Gerade in schlechten Zeiten wirken die tragenden Pfeiler des Investmentclubs – Risikostreuung und möglichst geringe Kosten – als recht segensreich. Die Gesamtkosten dürfen maximal ein Prozent pro Jahr nicht übersteigen, und bei den Wertpapierspesen berechnet die Bank lediglich ein Drittel dessen, was einem normalen Kunden belastet wird.
Im Aktienbereich haben wir im Jahresverlauf die nach der Satzung zulässige Quote von einem Drittel meist nicht ausgeschöpft, der Durchschnitt lag bei etwa einem Fünftel des Gesamtvermögens. Erst im September haben wir die Quote erhöht und zum Jahresende auf Beschluss des Anlageausschusses nochmals hochgefahren. Am letzten Börsentag vergangenen Jahres haben wir Bayer zu 35 €, Lufthansa zu 15 € und Commerzbank zu 17,30 € eingekauft.
Wie gehen wir das Jahr 2002 an? Wenn schon in den ersten Wochen an den Wertpapierbörsen die Kurse eher nachgeben, dann stehen unseres Erachtens die Zeichen für das Gesamtjahr sicher nicht sehr gut.
Unsere Strategie wird also darauf ausgerichtet sein, die zulässige Aktienquote von einem Drittel des Gesamtvermögens auf Dauer nicht maximal auszureizen und mehr auf Tradingchancen in Einzelwerten zu achten und das Depot in sicheren Rentenwerten zu verankern. Durch Stillhaltegeschäfte möchten wir eine Zusatzrendite von etwa zwei Prozent extra erwirtschaften.
Alles in allem wäre es schön, am Ende des Jahres 2002 als Lohn der Vorsicht auf eine Rendite um sechs bis sieben Prozent zurückzublicken. Aber es handelt sich um eine Zielgröße. Diese Marke klingt vielleicht bescheiden, kann aber am Ende doch wieder Quell der Freude sein.


Interesse?
Wenn Sie sich unverbindlich informieren wollen, schreiben Sie bitte an: 1. Privater Investmentclub Börsebius, Postfach 50 15 15, 50975 Köln, oder faxen Sie an die Nr. 02 21/39 70 72. Die Mindesteinlage beträgt 25 000 € und die monatliche Teileinlage 150 €. Der Investmentclub ist keine offizielle Veranstaltung des Deutsches Ärzteblattes, sondern wurde von Börsebius (Reinhold Rombach) in Privatinitiative gegründet.
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