ArchivDeutsches Ärzteblatt4/2002Autoversicherung: Unpünktliche Zahlung gefährdet den Schutz

Versicherungen

Autoversicherung: Unpünktliche Zahlung gefährdet den Schutz

Dtsch Arztebl 2002; 99(4): [90]

Combach, Rolf

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LNSLNS Versicherungsnehmer müssen ihre Prämien fristgerecht, das heißt regelmäßig und pünktlich bezahlen, damit sie ihren Versicherungsschutz nicht verlieren. Das Gesetz unterscheidet zwischen Erstprämie nach Vertragsabschluss und Folgeprämie für den mit der Erstprämie nach Vertragsabschluss eingelösten Vertrag. Wird die erste Prämie nicht pünktlich bezahlt, kann das Versicherungsunternehmen vom Vertrag zurücktreten.
Ist das Geld für die erste Prämie zur Zeit eines Versicherungsfalles noch nicht überwiesen, so muss die Versicherung nicht für den Schaden aufkommen. Nur wenn bei Neuabschluss eine vorläufige Dekkungszusage gegeben worden ist (beispielsweise bei der Kfz- Haftpflichtversicherung), ist die erste Prämie nicht sofort fällig. Trotzdem besteht Versicherungsschutz.
Allerdings: Wird die Prämie nicht innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Versicherungsscheines und der Rechnung bezahlt, verliert der Autofahrer auch ohne Mahnung den Versicherungsschutz. Das Fahrzeug gilt dann rückwirkend – also seit dem Tag der Zulassung – als unversichert.
Versäumt es der Autofahrer, eine Folgeprämie zu zahlen, ist die Versicherung im Schadenfall nicht automatisch leistungsfrei. Sie muss den Autofahrer über sein Versäumnis schriftlich informieren, ihm eine Zahlungsfrist einräumen und auf den drohenden Verlust des Versicherungsschutzes hinweisen. Zahlt der Autofahrer trotzdem nicht, ist der Anbieter gegenüber seinem Kunden von der Leistung frei. Er informiert die Zulassungsstelle; diese lässt das Auto gebührenpflichtig stilllegen. Außerdem muss der Autofahrer mit einer Ordnungsstrafe rechnen.
Passiert mit einem unversicherten Fahrzeug ein Unfall, geht das Opfer nicht leer aus. Für solche Schäden kommt bis zu einem Monat ab Information der Zulassungsstelle noch die Versicherung, danach im Rahmen ihrer Leistungen die Verkehrsopferhilfe auf. Beide können allerdings ihre Aufwendungen in vollem Umfang vom Verursacher zurückverlangen. Rolf Combach
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