ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2002Arzneimittelausgaben: Zielvereinbarung mit den Kassen

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Arzneimittelausgaben: Zielvereinbarung mit den Kassen

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LNSLNS IGES-Studie belegt Einflussfaktoren.
Die Vertragsärzte wollen die Ausgaben für Arznei- und Heilmittel um 4,75 Prozent gegenüber dem Vorjahr senken. Dies sieht eine Rahmenvereinbarung zwischen der KBV und den Krankenkassen vor. Danach sollen die Arzneimittelausgaben auf rund 19,5 Milliarden Euro begrenzt werden. Das ehrgeizige Sparziel ist nach Auffassung von Dr. med. Leonhard Hansen, dem Zweiten Vorsitzenden der KBV, aber nur zu erreichen, wenn die Krankenkassen zeitnah die Verordnungsdaten liefern. Hansen sieht in der Vereinbarung aber auch einen Beweis für die Handlungsfähigkeit der Selbstverwaltung.
Dass hohe Pro-Kopf-Ausgaben für Arzneimittel in einzelnen KVen nicht unbedingt auf unwirtschaftliches Verordnungsverhalten zurückzuführen sind, belegt die Studie „Benchmarking von Arzneimittelausgaben: Systematische Darstellung und Quantifizierung von Einflussfaktoren“. Das Institut für Gesundheits- und Sozialforschung (IGES) hatte die Untersuchung im Auftrag der Firmen Novartis und MSD Sharp & Dohme durchgeführt. Verzerrungen ergeben sich beispielsweise, weil Versicherte häufig nicht in der KV-Region versorgt werden, in der sie wohnen, durch die unterschiedliche Verteilung von zuzahlungsbefreiten Versicherten, der Versicherten nach Alter und Geschlecht sowie Unterschiede in der regionalen Morbidität.
GKV-Markt: Verordnungsausgaben in DM pro 100 Versicherte nach Kassenärztlichen Vereinigungen im 2. Quartal 2001
GKV-Markt: Verordnungsausgaben in DM pro 100 Versicherte nach Kassenärztlichen Vereinigungen im 2. Quartal 2001

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