ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2002Runder Tisch: Fortschritte

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Runder Tisch: Fortschritte

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LNSLNS Nach dem dritten Treffen ist Hoppe optimistisch.
Die Krankheitsvorbeugung soll künftig bundesweit von einer zentralen Stelle aus koordiniert werden. Diese soll gezielte Maßnahmen initiieren und bestehende Programme bündeln, zum Teil auch mitfinanzieren. Auf eine entsprechende Empfehlung verständigte sich am 28. Januar der von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) einberufene Runde Tisch für das Gesundheitswesen.
Nach Ansicht Schmidts wurden bei der mehr als vierstündigen Unterredung Fortschritte in wichtigen Fragen erreicht. Damit sei ein „entscheidender Schritt nach vorn“ getan worden. Alle Teilnehmer hätten sich für einen „einheitlichen gesetzlichen Versorgungskatalog“ ausgesprochen. Prof. Jörg-Dietrich Hoppe, Präsident der Bundesärztekammer, sagte, er sehe „mehr als einen Schritt nach vorn“.
Einigkeit habe bei den Teilnehmern mit Ausnahme der forschenden Arzneimittelhersteller zudem darin bestanden, neue Medikamente künftig einer genauen Nutzen-Kosten-Bewertung zu unterziehen, sagte Schmidt. Dadurch sollen „Scheininnovationen“ ohne erkennbaren Zusatznutzen eingedämmt werden. Für diese Aufgabe wird eine unabhängige Institution geschaffen. Man verständigte sich darauf, dass künftig jede Kasse zusätzlich auch einzelne Verträge mit Ärzten und Kliniken abschließen kann. Schmidt wertete dies als eine „entscheidende Weichenstellung“.
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