ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2002Approbation gefälscht: Zwei Jahre auf Bewährung

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Approbation gefälscht: Zwei Jahre auf Bewährung

Dtsch Arztebl 2002; 99(5): A-240 / B-190 / C-178

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LNSLNS Vermeintlicher Frauenarzt muss nicht ins Gefängnis.
Ein „falscher“ Frauenarzt aus Schongau muss nicht hinter Gitter. Der 46-Jährige wurde vom Landgericht München zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss er eine Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 80 A (gesamt: 14 400 A) zahlen. Der Richter verurteilte den vermeintlichen Arzt wegen Urkundenfälschung, Titelmissbrauchs, Betrugs und vorsätzlicher Körperverletzung. Die Staatsanwältin hatte eine Haftstrafe von zwei Jahren und acht Monaten gefordert.
Der Mann hatte sechs Jahre Medizin studiert, war dann jedoch durchs Staatsexamen gefallen. Nachdem er vor dem Verwaltungsgericht erfolglos seine Prüfungsnoten angefochten hatte, fälschte er die Approbationsurkunde. Mithilfe einer falsch beglaubigten Kopie konnte der gebürtige Augsburger acht Jahre lang am Münchner Klinikum rechts der Isar arbeiten, wo er auch operierte. Durch die Fälschung eines Facharztzeugnisses gelang es ihm, eine Zulassung zum Kassenarzt zu erhalten. 1998 übernahm er eine Frauenarztpraxis in Schongau im Allgäu. Ein Jahr später flog der Schwindel durch einen Zufall auf.
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