ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2002Kassenärztliche Vereinigungen: Notwendige Ergänzung

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Kassenärztliche Vereinigungen: Notwendige Ergänzung

Dtsch Arztebl 2002; 99(5): A-276 / B-220 / C-208

Prinz, Werner

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LNSLNS Herr Jachertz setzt sich in seinem Artikel ausführlich mit alternativen Vereinigungen zu den bestehenden KVen auseinander. Er scheint aber dem Irrtum zu unterliegen, dass alle alternativen Modelle den Kassenärztlichen Vereinigungen automatisch schaden beziehungsweise sich gegen diese Körperschaft öffentlichen Rechts richten würden. Die Gesundheitsoffensive Hessen ist zum Beispiel ein Verein, welcher die sozialen und wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder (Fachärzte, Hausärzte, Psychologen) offensiv nach außen vertritt, ohne die Absicht zu haben, die KV Hessen abzuschaffen. Die Grenzen der Körperschaft öffentlichen Rechts sind bekannt, ergänzende Institutionen sind dringend notwendig, um die Interessen der Vertragsärzte optimal vertreten zu können. Die Politik wird künftig weiterhin die eingeschränkten Möglichkeiten einer Körperschaft öffentlichen Rechts
dazu benutzen, ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Die Mitglieder der KVen stehen dem machtlos gegenüber. Wir brauchen daher dringend die in genanntem Artikel kritisierten Institutionen nach gewerkschaftlichem Muster, um uns von Politikern und Krankenkassen nicht völlig an die Wand drücken zu lassen. Wir sehen uns nicht als Gegner Kassenärztlicher Vereinigungen, sondern als dringend notwendige Ergänzung.
Dr. med. Werner Prinz, 1. Vorsitzender der Gesundheitsoffensive Hessen e.V. i.G., Am kleinen Ofenberg 1, 34466 Wolfhagen
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