ArchivDeutsches Ärzteblatt5/2002Pentoxifyllin bei Herzinsuffizienz

VARIA

Pentoxifyllin bei Herzinsuffizienz

Dtsch Arztebl 2002; 99(5): A-306

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Der Wirkstoff Pentoxifyllin (Trental®, Aventis Pharma) zur Therapie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit zeigt in einer randomisierten Doppelblindstudie eine Verbesserung der linksventrikulären Funktion und Symptomatik bei dilatativer Kardiomyopathie. Unter Pentoxifyllin, zusätzlich zur Standardbehandlung mit Digitalis, ACE-Hemmern und Diuretika gegeben, kam es häufiger als unter Placebo zu einer Verbesserung des NYHA-Stadiums. Gleichzeitig stieg in der Verumgruppe die linksventrikuläre Ejektionsfraktion von 21 auf 35 Prozent. Dabei hatten die Patienten mit den initial höhsten TNF-a-Spiegeln die besten Behandlungserfolge. Das inflammatorische Zytokin, wie aus anderen Untersuchungen bekannt, führt zu einer direkten Hemmung der Ventrikelfunktion.
In einer zweiten Studie mit 39 Patienten mit dilatativer Kardiomyopathie, die – wie heute üblich – zusätzlich auf einen Betablocker (Carvedilol) eingestellt waren, ließen sich die günstigen Behandlungsergebnisse bestätigen. Auch Frauen, die an einer peripartalen Kardiomyopathie erkrankt und nach den heutigen Richtlinien adäquat behandelt waren, profitierten von Pentoxifyllin. In dieser Studie mit 59 Patientinnen konnte eine signifikante Reduktion der Mortalität beschrieben werden. Es bleibt zu prüfen, so Aventis Pharma, ob das Xanthinderivat auch bei hypertensiver und ischämischer Herzkrankheit wirksam ist. EB
Anzeige

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema