ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2002Informationskampagne: Harsche Kritik von Ulla Schmidt

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Informationskampagne: Harsche Kritik von Ulla Schmidt

Dtsch Arztebl 2002; 99(6): A-321 / B-257 / C-245

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120 000 Plakate sollen an Ärzte ausgegeben werden.
120 000 Plakate
sollen an Ärzte ausgegeben werden.
Plakate des Hartmannbundes sorgen für Wirbel.

Wahltag ist Zahltag/Gesundheitstag“ lautet das Motto einer Plakataktion verschiedener Berufsverbände, die im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) auf heftige Kritik gestoßen ist. Die Plakate erweckten den Eindruck, dass Patienten in Deutschland nicht das medizinisch Notwendige von ihrer gesetzlichen Krankenkasse erhielten, hieß es in einer Erklärung des BMG. Die Kassenärztliche Bundesvereinigung solle bei dieser Aktion ihre Aufsichtspflichten erfüllen und gegebenenfalls notwendige Schritte einleiten. Derselbe Appell ging auch an die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung.
Der Hartmannbund, der Freie Verband Deutscher Zahnärzte und der später aus der Initiative ausgestiegene Verband Physikalische Therapie hatten Anfang Januar eine bundesweite Informationskampagne gestartet, mit der Patienten für gesundheitspolitische Probleme sensibilisiert werden sollen.
Als „Überreaktion und in der Sache durch nichts begründet“ kritisierte Dr. med. Hans-Jürgen Thomas, Vorsitzender des Hartmannbundes, die Position des BMG. Thomas machte deutlich, dass mit der Kundgebung zum „Gesundheitspolitischen Aschermittwoch“ in Halle/Saale am 13. Februar ein zweites Plakat der Kampagne zum bundesweiten Aushang angeboten werde.
Eine ähnliche Plakataktion der Vertragsärztlichen Vereinigungen Nord- und Südwürttemberg sorgte bereits 1996 für Aufsehen. Damals zeigte ein Plakat einen Arzt, dessen Hände mit einem schwarz-rot-goldenen Schal gebunden waren. Die Überschrift lautete: „Wir sollen schließen! Schade.“
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