ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2002KV Berlin: Appelle an den neuen Senat

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KV Berlin: Appelle an den neuen Senat

Dtsch Arztebl 2002; 99(6): A-324 / B-258 / C-246

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Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm
Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm
Ambulante Versorgung soll gestärkt werden.
Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin, Dr. med. Manfred Richter-Reichhelm, hat die neue Berliner Landesregierung aufgefordert, die ambulante vertragsärztliche Versorgung in der Stadt zu stärken. „Dem Senat muss klar sein, dass seine gesundheitspolitischen Ziele ohne die komplementäre ambulante vertragsärztliche Versorgung auf Sand gebaut sind“, sagte Richter-Reichhelm zum gesundheitspolitischen Programm von SPD und PDS.
Die Entscheidung der Koalition, weitere stationäre Versorgungsformen durch ambulante zu ersetzen, um die hohen Krankenhauskosten in Berlin zu senken, werde von der KV unterstützt. Richter-Reichhelm appellierte an den Senat, auf die vorhandenen Angebote der Haus- und Facharztpraxen zu setzen und keine teuren ambulanten Versorgungsformen an den Krankenhäusern zu schaffen. Die niedergelassenen Ärzte seien bereit, diese Aufgabe zu übernehmen, wenn die Mehrarbeit auch honoriert werde. Der Kassenärztechef fordert die neue PDS-Gesundheitssenatorin Heidi Knake-Werner auf, den Krankenkassen zu empfehlen, mit der KV Verträge abzuschließen, die den gesundheitspolitischen Zielen der Koalition gerecht würden.
Unterdessen wurde bekannt, dass Dr. med. Hermann Schulte-Sasse neuer Gesundheitsstaatssekretär in Berlin wird. Der Internist war unter der früheren Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­terin Andrea Fischer (Bündnis 90/Die Grünen) Leiter der Hauptabteilung „Gesundheitsversorgung und Kran­ken­ver­siche­rung“ im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium. Wenige Wochen nach Amtsantritt von Ulla Schmidt (SPD) war er aus dem Ministerium ausgeschieden und zuletzt als wissenschaftlicher Angestellter der Universität Bremen tätig.
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