ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2002Tenecteplase, Enoxiparin und Abciximab bei akutem Myokardinfarkt

MEDIZIN: Referiert

Tenecteplase, Enoxiparin und Abciximab bei akutem Myokardinfarkt

Dtsch Arztebl 2002; 99(6): A-364 / B-291 / C-274

acc

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Die Ergebnisse der Fibrinolyse beim akuten Myokardinfarkt werden durch eine zusätzliche medikamentöse Therapie zur Offenhaltung des Infarktgefäßes und Verhinderung eines erneuten thrombotischen Verschlusses verbessert. Neben der etablierten Therapie mit unfraktionierten Heparinen, die mit einer relativen Blutungsgefährdung des Patienten einhergeht, werden nun auch Kombinationen mit niedermolekularen Heparinen und Glykoprotein-IIb/IIIa-Inhibitoren eingesetzt. Welche Therapiekombination die größte Effektivität und das günstigste Sicherheitsprofil aufweist, ist derzeit noch offen.
In der großen, weltweit durchgeführten Multicenterstudie ASSENT-3 wurden 6 095 Patienten mit akutem Myokardinfarkt eingeschlossen. Der erste Therapiearm bestand aus Tenecteplase mit niedermolekularem Heparin (Enoxaparin), der zweite Therapiearm aus einer halben Dosierung von Tenecteplase, gewichtsadaptiertem unfraktionierten Heparin sowie einer zwölfstündigen Abciximab-Infusion. Als Kontrollarm diente eine Therapie mit Tenecteplase und gewichtsadaptiertem unfraktionierten Heparin.
Sowohl bezüglich erneuter kardiovaskulärer Ereignisse als auch bezüglich unerwünschter Nebenwirkungen waren die Therapiearme mit niedermolekularem Heparin (Enoxaparin) oder mit den GIIb/IIIa-Antagonisten der Standardtherapie signifikant überlegen. Aufgrund der eindeutig einfacheren Handhabung empfehlen die Autoren, bei akutem Myokardinfarkt der Thrombolysetherapie mit Tenecteplase und Enoxaparin den Vorzug zu geben. acc

The assessment of the safety and efficacy of a new thrombolytic regimen (ASSENT)-3 Investigators. Lancet 2001; 358: 605–613.

Prof. de Werf, Department of Cardiology, Gasthuisberg University Hospital, Herestraat 49, B-3000 Leuven, Belgien.

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

Fachgebiet

Zum Artikel

Anzeige

Alle Leserbriefe zum Thema