ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2002H. pylori und Ferritin

MEDIZIN: Referiert

H. pylori und Ferritin

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LNSLNS Möglicherweise führt eine chronische Helicobacter-pylori-Gastritis zu okkulten Blutungen mit Eisenmangelanämie.
Die Autoren führten eine prospektive Studie an 1 806 Personen im Alter von 18 bis 89 Jahren durch. 39,2 Prozent waren Helicobacter-pylori-positiv, davon waren 57,6 Prozent mit einem Cag-A-positiven Stamm infiziert. Das Serumferritin lag bei 54,5 mg/dl bei den Helicobacter-pylori-Infizierten und bei 63,8 mg/dl bei den nicht infizierten Personen.
Die Autoren kommen nach umfangreichen statistischen Analysen zu dem Schluss, dass die verminderte Serum-Ferritin-Konzentrationen bei Helicobacter-pylori-positiven Probanden möglicherweise durch eine Aufnahme des Ferritins im Magen durch Helicobacter pylori verursacht wurde. Ob diese erniedrigten Ferritinspiegel Auswirkungen auf die Gesundheit der Betroffenen hat, muss noch weiter geklärt werden. w

Berg G, Bode G, Blettner M et al.: Helicobacter pylori infection and serum ferritin: A population-based study among 1806 adults in Germany. Am J Gastroenterol 2001; 96: 1014–1018.

Dr. Gabriele Berg, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld, Postfach 10 01 31, 33501 Bielefeld

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