ArchivDeutsches Ärzteblatt6/2002Nordengland: Urlaub von Anfang an

VARIA: Reise / Sport / Freizeit

Nordengland: Urlaub von Anfang an

Dtsch Arztebl 2002; 99(6): A-380 / B-305 / C-282

Korzilius, Heike

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Blick von der Festungsmauer auf die Kathedrale von York. Ein Besuch des Münsters gehört zum touristischen Pflichtprogramm. Fotos: Heike Korzilius
Blick von der Festungsmauer auf die Kathedrale von York. Ein Besuch des Münsters gehört zum touristischen Pflichtprogramm. Fotos: Heike Korzilius
Mit der Fähre nach Hull: Idealer Ausgangspunkt für Reisen durch Nordengland und Schottland


Die Sonne scheint von einem wolkenlosen Himmel. Es ist klirrend kalt – kein Platz für Vorurteile über verregnete und nebelverhangene nordenglische Landschaften. Im Herbstlicht liegt Burton Agnes Hall, ein imposantes Herrenhaus aus der Tudor-Zeit. 1601 erbaut, ist es bis heute in Familienbesitz. Die Sorgsamkeit im Umgang mit dem Familienerbe hat dazu geführt, dass sowohl an der Außenfassade als auch bei der Innenausstattung der Räume vieles im Original belassen wurde. Als Beispiel mag die Eingangshalle dienen, deren Holzvertäfelung, Schnitzereien und filigrane Reliefs noch aus Elisabethanischer Zeit stammen. Der kunstbegeisterten Familie und ihrer Seitenlinien ist es zu verdanken, dass der Besucher nicht nur Generationen von Boyntons, sondern auch Werke berühmter Maler wie Paul Cézanne, Duncan Grant, Paul Gauguin, Henri Matisse, Edouard Manet und Pierre Auguste Renoir bewundern kann.
York: Die mittelalterlichen Gassen der Altstadt laden zum Bummeln ein. Foto: Heike Korzilius
York: Die mittelalterlichen Gassen der Altstadt laden zum Bummeln ein. Foto: Heike Korzilius
Von Burton Agnes aus gelangt man nach etwa einstündiger Fahrt entlang der Felder und Weiden Yorkshires ins schmucke, mittelalterlich geprägte York. Dem Besucher erschließt sich das Städtchen am besten bei einem Rundgang über die Stadtmauer. Mit 3,4 Kilometern ist die mittelalterliche Mauer, die auf römischen Fundamenten steht, die längste Englands. Von dort oben eröffnen sich immer wieder eindrucksvolle Aussichten auf das Yorker Münster, den Sitz des Erzbischofs. Die Querschiffe, die zwischen 1220 und 1280 im Stil der englischen Frühgotik gebaut wurden, sind der älteste sichtbare Teil des heutigen Gebäudes. Mit dem Bau des Längsschiffes wurde 1291 begonnen. Vollendet wurde er nach 1350 im Stil der englischen Hochgotik. Einen Besuch ist das Münster in jedem Falle wert, selbst wenn man nur auf eigene Faust die heiligen Hallen durchstreift und nicht an einer der Führungen teilnimmt. York hat nicht nur Historisches zu bieten. Kleine Geschäfte im Altstadtkern laden zum Stöbern ein, Restaurants und hübsche Cafés zum Aufwärmen an kalten Herbsttagen. Fachwerk und schmale Straßen vermitteln Gemütlichkeit.
Die „Pride of Rotterdam“ und die „Pride of Hull“ verkehren täglich auf der Strecke Rotterdam/ Europoort –Hull. Zusammen mit FTI Touristik und Wolters Reisen bietet P&O North Sea Ferries Komplettangebote für Nordengland und Schottland an. Reservierungen und Auskünfte unter Telefon: 0 18 05/ 66 77 32, Informationen im Internet: www.mycruiseferries.e. Foto: Heike Korzilius
Die „Pride of Rotterdam“ und die „Pride of Hull“ verkehren täglich auf der Strecke Rotterdam/ Europoort –Hull. Zusammen mit FTI Touristik und Wolters Reisen bietet P&O North Sea Ferries Komplettangebote für Nordengland und Schottland an. Reservierungen und Auskünfte unter Telefon: 0 18 05/ 66 77 32, Informationen im Internet: www.mycruiseferries.e.
Foto: Heike Korzilius
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Wer bereits die Anreise entspannt gestalten oder auch mit dem eigenen Auto die Gegend erkunden will, für den bietet sich eine Fährüberfahrt an. Auf der Übernacht-Strecke Rotterdam/Europoort–Hull setzt die Reederei P&O North Sea Ferries seit kurzem zwei neue „Kreuzfähren“ ein. 546 Kabinen, alle mit Dusche und WC ausgestattet, bieten 1 360 Passagieren Platz. „Ich bin davon überzeugt, dass die Einführung dieser Schiffe neue Qualitätsstandards in unserer Branche setzen wird“, sagt Peter A. van den Brandhof, Managing Director von P&O North Sea Ferries. An Bord der „Pride of Rotterdam“ kann man sich in Weinbar, Irish Bar, Restaurants, Cafés, der Show Lounge mit Live-Darbietungen, einem Casino und zwei Kinos sowie verschiedenen kleinen Läden die Zeit während der Überfahrt je nach Gusto verkürzen. Speziell in Auftrag gegebene Kunstwerke britischer und holländischer Künstler tragen zu einem gediegenen Ambiente bei. Die Zeit der Liegesessel – aus anatomischem Blickwinkel zwar interessant, weil man nach langer Nacht stets spürte, wie viele Knochen man im Leibe hat – ist bei P&O vorbei. Heike Korzilius

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