ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2002Hochschulmedizin: Kompromiss in Berlin

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Hochschulmedizin: Kompromiss in Berlin

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Klaus Wowereit. Foto: dpa
Klaus Wowereit. Foto: dpa
Kommission soll Sparvorschläge erarbeiten.

Für die Zukunft des Universitätsklinikums Benjamin Franklin (UKBF) der Freien Universität Berlin gibt es wieder Hoffnung. Der Berliner Senat hat seinen Sparkurs verändert. Entgegen bisherigen Plänen, das UKBF in ein Regionalkrankenhaus umzuwandeln, will er jetzt eine unabhängige Expertenkommission beauftragen, Sparvorschläge für die gesamte Hochschulmedizin in Berlin bis Juni zu erarbeiten.
Darauf einigten sich am 4. Februar der Regierende Bürgermeister von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), der Wissenschaftssenator Thomas Flierl (PDS) sowie Vertreter der Freien und der Humboldt-Universität und des Wissenschaftsrates. Das Ziel bleibt jedoch weiterhin, ab 2006 jährlich 98 Millionen A einzusparen. Die Koalition werde an ihrem ursprünglichen Beschluss festhalten, sollten die Sparvorschläge der Experten nicht ausreichen, betonte Wowereit. Freie Universität und Humboldt-Universität (Charité) stünden nun gemeinsam in der Verantwortung für diesen Sparbeitrag.
Die fünf externen Experten der Kommission sollen in dieser Woche auf Vorschlag des Wissenschaftsrates vom Senat berufen werden. Der Wissenschaftsrat wird das Ergebnis der Kommission bis November begutachten. Das Gesetz über die Hochschulmedizin soll im Dezember verabschiedet werden.
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