ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2002Krankenkassen: eRezept rasch einführen

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Krankenkassen: eRezept rasch einführen

Dtsch Arztebl 2002; 99(7): A-394 / B-318 / C-298

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LNSLNS Elektronisches Rezept soll Information und Wirtschaftlichkeit verbessern.
Die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen haben sich für die rasche Einführung des elektronischen Rezepts (eRezept) ausgesprochen und das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium aufgefordert, entsprechende politische Vorgaben zu machen. Das eRezept sei ein erster Schritt hin zu einer umfassenden Telematik-Lösung im Gesundheitswesen und erlaube den Ausbau in Richtung elektronischer Patientenakte und digitalem Arztbrief. Die Kassen versprechen sich vom eRezept einen besseren Informationsaustausch und mehr Wirtschaftlichkeit in der medizinischen Versorgung.
Das „Aktionsforum Telematik im Gesundheitswesen“, dem die Spitzenorganisationen der Leistungserbringer sowie gesetzliche und private Krankenkassen angehören, entwickelt mit Fachleuten aus Ministerien und Wirtschaft die technischen und inhaltlichen Standards des eRezepts. Favorisiert wird ein dezentraler Server-Verbund zur Speicherung der Verordnungsdaten. Der Arzt legitimiert sich durch eine Karte für den Zugriff auf den Server-Verbund und hinterlegt dort die Verordnung für seine Patienten. Der Apotheker muss sich ebenfalls elektronisch legitimieren, um die Verordnung mit Zustimmung des Versicherten abzurufen.
Pläne zur Einführung eines elektronischen Patientenpasses lehnen die Kassen ab. Er verbessere weder die Qualität der Versorgung, noch ermögliche er einen kostengünstigeren Datenaustausch zwischen den Leistungserbringern.
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