ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2002Arznei­mittel­kommission betont Unabhängigkeit

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Arznei­mittel­kommission betont Unabhängigkeit

Dtsch Arztebl 2002; 99(7): A-394 / B-318 / C-298

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LNSLNS Die Arznei­mittel­kommission der deutschen Ärzteschaft hat klar gestellt, dass ihre Neubewertung des Cholinesterasehemmers Rivastigmin nicht auf Antrag von Novartis zustande kam. Die Pharmafirma hatte dies in einem Brief an niedergelassene Ärzte erkennen lassen.
In Ausgabe 2/2001 der „Arzneiverordnung in der Praxis“ hatte die Kommission die Wirksamkeit der Cholinesterasehemmer Donepezil und Rivastigmin verglichen. Sie kam zu dem Schluss, dass die antidementive Wirksamkeit von Rivastigmin im Vergleich zu Placebo statistisch nicht signifikant sei. Die Kommission bezog sich dabei auf eine Studie von Novartis im British Medical Journal (BMJ) von 1999. Danach hatte jedoch Novartis diese Studienergebnisse überprüft und korrigiert. Ein Erratum im BMJ vom 16. Juni 2001 belegt für Rivastigmin eine Besserung kognitiver Defizite. Dieses Erratum sei Anlass für die Arznei­mittel­kommission gewesen, in Ausgabe 3/2001 der „Arzneiverordnung in der Praxis“ ihre ursprüngliche Bewertung zu korrigieren und dem Präparat Wirksamkeit zu bescheinigen.
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