ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2002Vergangenheit: Unterschwellige Schuldzuweisung
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LNSLNS Aufarbeitung der Geschichte, auch der Medizin, ist unzweifelhaft eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Hierzu gehört auch die Notwendigkeit, andernorts aufgestellte Behauptungen und Ergebnisse zu berichtigen. So ist auch ehrenwert, wenn sich ein Kandidat mit dem Thema „Ärzte im Nationalsozialismus“ auseinander setzt.
Mir stellt sich nur die Frage, welchen Sinn es hat, der heutigen Ärztegeneration Sachverhalte von vor 65 Jahren in dieser Form und des Inhalts . . . zu vermitteln. Glaubt das DÄ im Ernst, dass sich hierfür noch ein breites Leserinteresse findet? Die angesprochene Ärztegeneration lebt nur noch in Resten und kann sich deshalb hierzu nicht mehr äußern. Zur Tendenz einer gewissen Verallgemeinerung (vergleiche: Wehrmachtsausstellung) und unterschwellig auch Schuldzuweisung möchte ich nur meine Vermutung äußern . . .
Dr. med. G. Reinbeck, Steinberg 50, 42659 Solingen
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