ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2002Malaria: Malaria war in Mitteleuropa heimisch

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Malaria: Malaria war in Mitteleuropa heimisch

Dtsch Arztebl 2002; 99(7): A-420 / B-340 / C-318

Klimm, Rolf

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LNSLNS Der Verfasser schreibt, bezogen auf Malaria, „doch gab es noch bis 1902 in Deutschland eingeschleppte Epidemien“. Die Malaria war nicht eingeschleppt, sondern in Mitteleuropa heimisch, bis zum 60. nördlichen Breitengrad. Überwiegend als Malaria tertiana, in den Niederungen soll auch Malaria tropica vorgekommen sein. Jedem Kind war der Begriff „Wechselfieber“ geläufig. Im 18. Jahrhundert führte man die Malaria auf schlechte Luft, mala aria, zurück. Als Schiller 1783 in Mannheim war, sollen dort 2 000 Einwohner an einer Malaria-Epidemie gestorben sein, auch Schiller erkrankte. 1826/27 waren in Teilen Schleswig-Holsteins 30 % der Bevölkerung durchseucht. Im Ersten Weltkrieg hatte das deutsche Heer über 120 000 gemeldete Malariafälle, und die letzte Epidemie in Deutschland gab es 1918 im Kreis Emden mit 4 107 mikroskopisch gesicherten Erkrankungen.
Dr. med. Rolf Klimm, Bach 2,
83093 Bad Endorf
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