ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2002Malarone: Malaria-Prophylaxe nach einfachem Schema

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Malarone: Malaria-Prophylaxe nach einfachem Schema

Dtsch Arztebl 2002; 99(7): A-454 / B-385 / C-359

EB

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Einnahmedauer verschiedener Malaria-Prophylaktika Abbildung: GSK
Einnahmedauer verschiedener Malaria-Prophylaktika Abbildung: GSK
Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 20 Personen an den Folgen der Malaria, und rund 1 000 Malaria-Infektionen werden gemeldet. Neue Prophylaktika, die den Reisenden mögliche Vorbehalte nehmen, werden gefordert. So steht mit Malarone® (GlaxoSmithKline), ein Kombinationspräparat aus Atovaquon/Proguanil, eine solche Option zur Verfügung. Die kurze Einnahmedauer überzeugt auch Reisende, die nur einen Kurzaufenthalt in einem Malariagebiet geplant haben.
Malarone wirkt bereits auf die Leberstadien der Malariaerreger und muss daher nur sieben Tage nach Verlassen des Malariagebietes eingenommen werden, sodass die Gefahr einer mangelnden Therapietreue nach Verlassen des Malariagebietes verringert wird. In klinischen Studien wurde gezeigt, dass die Abbruchrate der Malariaprophylaxe unter Atovaquon und Proguanil niedriger war als unter Mefloquin oder Chloroquin plus Proguanil.
Das Kombinationspräparat weist eine gute Verträglichkeit auf, die in entsprechenden Studien auf dem Niveau von Placebo lag. Bisher waren mögliche Nebenwirkungen ein häufiger Grund für die Ablehnung von Malariaprophylaktika oder einen vorzeitigen Abbruch.
Die Resistenzsituation von Plasmodium falciparum gegenüber den herkömmlichen Malaria-Medikamenten nimmt ständig zu. Resistenzen von Plasmodium falciparum gegenüber Malarone sind nicht bekannt. EB
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