ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2002Mitteilungen: Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien – Enzymaktivitätsmessungen

BEKANNTGABEN DER HERAUSGEBER: Bundes­ärzte­kammer

Mitteilungen: Qualitätssicherung in medizinischen Laboratorien – Enzymaktivitätsmessungen

Dtsch Arztebl 2002; 99(7): A-458 / B-367 / C-347

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LNSLNS Nach der Veröffentlichung neuer Methoden zur Messung von Enzymaktivitäten bei 37 °C hatte der Vorstand der Bundes-
ärztekammer im Dezember 1992 beschlossen, dass diese neuen Methoden in einer Übergangsphase die alten Methoden bei 25 °C ablösen. Nach mehrmaliger Verlängerung dieser Übergangsphase, in welcher noch wahlweise die alten so genannten
25-°C-Methoden ebenso angewendet werden konnten wie die neuen so genannten 37-°C-Methoden, ist diese zum 31. 12. 2001 abgelaufen. Ab 1. 1. 2002 soll deshalb nur noch nach den 37-°C-Methoden gemessen werden. Für alle Laboratorien, die schon in den vergangenen Jahren diese Methode angewendet haben, ergibt sich dadurch keine neue Situation. Offen bleibt lediglich die Frage, ob aus Tradition weiterhin die bei 37 °C gemessenen Werte mit mehr oder weniger verlässlichen Faktoren auf die alte 25-°C-Methode umgerechnet werden. Es wäre sicherlich besser, weil fachlich korrekt, das Auslaufen der Übergangsphase zu nutzen, um die in fast allen Laboratorien realisierte Enzymaktivitätsmessung bei 37 °C vollständig umzusetzen, das heißt auch die Werte korrekt auszudrucken. Dies empfiehlt sich spätestens mit der Anpassung an die neuen internationalen Methoden zu realisieren, weil sonst national und international keine Vergleichbarkeit mehr gegeben ist. Die seit längerem angekündigten IFCC-Methoden sind abgestimmt und werden – ebenso wie die neuen Referenzintervalle – in Kürze veröffentlicht. Sie werden künftig Grundlage sein auch für die Herstellung der Reagenzien und die Ermittlung von Zielwerten in den Kontrollmaterialien. Die IFCC-Methoden sind von der Deutschen Gesellschaft für Klinische Chemie mitentwickelt worden. Dadurch ist gewährleistet, dass sich gegenüber den bisher in Deutschland seit 1992 angewendeten 37-°C-Methoden nur geringfügige Modifikationen ergeben. Die Ringversuchsorganisationen werden nach Ablauf einer noch zu vereinbarenden Frist nach Veröffentlichung der IFCC-Methoden die Bewertung der Teilnehmerergebnisse nur noch auf der Grundlage von Referenzmethodenwerten vornehmen, die mit den neuen IFCC-Methoden ermittelt wurden.
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