ArchivDeutsches Ärzteblatt7/2002PKV: Im Sinne des Versicherten

Versicherungen

PKV: Im Sinne des Versicherten

EB

Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...
LNSLNS Untersucht ein Arzt einen Patienten, der sich privat krankenversichern will, muss er der Versicherungsgesellschaft nur die von ihm erhobenen Diagnosen mitteilen; ein bloßer Verdacht (hier: auf eine Fettleber) kann unerwähnt bleiben. Erkrankt der (inzwischen) Versicherte an dem Vedachtsleiden, darf seine Versicherung den Vertrag nicht aufheben. (Oberlandesgericht Koblenz, Az.: 10 U 187/00)
Sagt der Versicherungsagent einer privaten Krankenversicherung einem Patienten telefonisch zu, dass die Kosten für eine bestimmte Prothese übernommen werden („Ja, der Versicherungsschutz gibt das her“), kann sich die Versicherung nicht gegen die Übernahme wehren, wenn der Leistungskatalog dies nicht vorsieht. Für den Versicherten lag durch die Auskunft ein „Vertrauenstatbestand“ vor. (Oberlandesgericht Koblenz, Az.: 10 U 1162/99) EB
Anzeige

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Fachgebiet

Zum Artikel

Der klinische Schnappschuss

Alle Leserbriefe zum Thema

Stellenangebote