ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2002Europa: Gleiche Karte für alle

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Europa: Gleiche Karte für alle

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LNSLNS EU-Kommission will Mobilität erleichtern.
Eine gemeinsame Krankenversicherungskarte soll es den Europäern leichter machen, auch jenseits ihrer Landesgrenzen einen Arbeitsplatz zu finden. Dies schlug die EU-Kommission am 13. Februar vor. Wenn bessere Arbeitsplätze geschaffen und Qualifikationsengpässe auf dem Arbeitsmarkt überwunden werden sollten, sei Mobilität unerlässlich, begründete EU-Sozialkommissarin Anna Diamantopoulou den Vorstoß. Die Behörde will den Staats- und Regierungschefs Mitte März in Barcelona einen Aktionsplan mit 25 Vorschlägen präsentieren. Dazu zählt neben der gemeinsamen Krankenversicherungskarte auch eine einheitliche Form für den Lebenslauf.
Im Vergleich zu den USA ist die berufliche und räumliche Mobilität der Europäer nach Feststellung der Brüsseler Behörde gering. Nur gut 16 Prozent der EU-Arbeitnehmer seien im Jahr 2000 seit weniger als einem Jahr bei ihrem Arbeitgeber beschäftigt gewesen, während in den USA dieser Anteil bei 30 Prozent gelegen habe. Von einem EU-Mitgliedsstaat in ein anderes Land der Union sei innerhalb eines Jahres sogar nur jeder tausendste Bürger umgezogen.
Um die Bereitschaft zum Wechsel zu erleichtern, will die Kommission zum Beispiel die uneingeschränkte Übertragbarkeit von Ansprüchen aus der Sozialversicherung, darunter auch aus der Rentenkasse, in der gesamten EU garantiert sehen. Die EU-Krankenversicherungskarte soll dazu einen praktischen Beitrag liefern und die Papierflut eindämmen. An bestehenden Rechten und Pflichten des einzelnen Versicherungsnehmers soll sich damit aber nichts ändern.
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