ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2002Tbc in Russland: Andere Gründe für erneute Infektionen
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LNSLNS In dem sehr lesenswerten Bericht wird die Meinung des Chefarztes A. W. Schesterow vertreten, dass die Kinder, deren Tuberkulose ausgeheilt ist, nach zwei bis drei Jahren wieder im Sanatorium landen, weil sie nach Rückkehr in die Familien erneut infiziert worden sind.
Das widerspricht aller Erfahrung. Ich nehme an, dass es zu Rezidiven wegen der schlechten sozialen Verhältnisse und schlechter Ernährung kommt, wie wir es aus unserer Nachkriegszeit in Deutschland kennen und heute noch bei Alkoholikern und Drogenabhängigen sehen.
Eine Superinfektion eines Tuberkulosekranken mit Keimen des Bettnachbarn ist mir in 40 Jahren Tätigkeit in Tuberkulosekrankenhäusern nicht bekannt. Beschäftigt wurde allerdings nur, wer einen positiven Tuberkulintest hatte.
Möglicherweise war die Behandlung der Kinder auch nicht lange genug, oder die Medikamenteneinnahme war unzureichend.
Dr. med. H. Breyne, 22926 Ahrensburg
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