ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2002Die Institutionalisierung der Medizinhistoriographie

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Die Institutionalisierung der Medizinhistoriographie

Dtsch Arztebl 2002; 99(8): A-495 / B-399 / C-376

Frewer, Andreas; Roelcke, Volker

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LNSLNS Medizingeschichte
Blick zurück aufs Fach
Andreas Frewer, Volker Roelcke (Hrsg.): Die Institutionalisierung der Medizinhistoriographie. Entwicklungslinien vom 19. ins 20. Jahrhundert. Franz Steiner Verlag, Stuttgart, 2001, 267 Seiten, gebunden, 40 €
Das Jahr 1901 war für das Fach Medizingeschichte in Deutschland gleich mehrfach von Bedeutung. Zum einen wurde das noch kaum an medizinischen Fakultäten vertretene Fach mit der neuen Prüfungsordnung zum Pflichtprüfungsfach erhoben. Zum anderen wurde die „Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Medizin und Naturwissenschaft“ in Hamburg gegründet. Dieses Jubiläum bot Anlass zu einem Rückblick auf die Anfänge der Medizingeschichte. Der erste Lehrstuhl für Medizingeschichte wurde 1905 in Leipzig mit Karl Sudhoff besetzt. Heute gibt es in der Bundesrepublik über 20 medizinhistorische Institute. Eine Erfolgsgeschichte? Wer mit der Entwicklung dieses Fachs in der Medizin vertraut ist, der wird nicht nur Fortschritte feststellen.
Karl-Heinz Leven, der einen lesenswerten Aufsatz über die Frühgeschichte der medizinhistorischen Zeitschriften beigesteuert hat, ist nicht der einzige Autor dieses Sammelbands, der den Rückblick auf die Anfänge der Medizingeschichte zu einem vergleichenden kritischen Blick auf die heutige Situation nutzt. In der Tat scheint sich die Mehrzahl der Ärzte bis heute nicht für die Medizingeschichte zu interessieren. Daran haben auch alle guten Argumente für medizinhistorische Kenntnisse bei Ärzten, die in diesem gelungenen Aufsatzband von einzelnen Autoren aus den Werken bedeutender Medizinhistoriker des 19. und 20. Jahrhunderts zusammengetragen und kommentiert werden, nichts geändert. Robert Jütte
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