ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2002Zerebrale Sinusvenenthrombosen bei Kindern

MEDIZIN: Referiert

Zerebrale Sinusvenenthrombosen bei Kindern

Dtsch Arztebl 2002; 99(8): A-504 / B-406 / C-383

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LNSLNS Von zerebralen Sinusvenenthrombosen bei Kindern sind hauptsächlich Neugeborene betroffen, die Folge sind neurologische Ausfälle oder ein tödlicher Ausgang bei etwa der Hälfte der Kinder. Treten venöse Infarkte oder Krämpfe bereits bei Einlieferung auf, ist eine schlechte Prognose zu erwarten. Diese Erkenntnisse über Sinusvenenthrombosen bei Kindern stammen aus dem kanadischen pädiatrischen Register für ischämische Insulte. In den ersten sechs Jahren der Datenerfassung wurden 160 Kinder einbezogen, deren Symptome auf eine Sinusvenenthrombose hindeuteten, die später radiologisch gesichert wurde. Daraus ergibt sich eine jährliche Inzidenz von 0,67 Fällen pro 100 000 Kindern. 85 Prozent der Kinder erlitten Krampfanfälle, bei 76 zeigten sich diffuse neurologische Ausfälle, bei 42 fokale neurologische Zeichen. Risikofaktoren waren Erkrankungen an Kopf und Hals wie Infektionen oder Geburtstraumen (29 Prozent), akute (54 Prozent) oder chronische (36 Prozent) systemische Erkrankungen sowie Gerinnungsstörungen (41 Prozent). 41 Prozent erlitten venöse Infarkte. 53 Prozent der Kinder erhielten eine gerinnungshemmende Therapie, neurologische Defizite zeigten sich bei 38 Prozent, und acht Prozent starben. silk

deVeber G et al. For the Canadian pediatric ischemic
stroke study group: Cerebral sinovenous thrombosis in children. N Engl J Med 2001; 345: 417–423.

Dr. deVeber, Division of Neurology, Hospital for Sick Children, 555 University Ave., Toronto, ON M5G 1X8, Kanada.

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