ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2002HIV: Prävention der Mutter-Kind-Übertragung

MEDIZIN: Referiert

HIV: Prävention der Mutter-Kind-Übertragung

Dtsch Arztebl 2002; 99(8): A-511 / B-450 / C-412

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LNSLNS In einer französischen Multicenterstudie wurde der Stellenwert einer Kombinationstherapie mit Lamivudin und Zidovudin zur Prävention der Mutter-Kind-Übertragung von HIV während der Perinatalphase überprüft. Dabei zeigte sich gegenüber der zurzeit praktizierten Standardtherapie mit Zidovudin allein eine fünffach geringere Übertragungsrate (1,6 Prozent). Bei einem Drittel der Mütter zeigten sich jedoch bereits sechs Wochen nach dieser Therapie Mutationen des Lamivudinresistenzgens M 184V, und bei den Kindern kam es gehäuft zu Neutropenie und transfusionspflichtigen Anämien. Zwei nichtinfizierte Kinder starben im Alter von einem Jahr an neurologischen Komplikationen aufgrund mitochondrialer Dysfunktion. Die Autoren sehen durch die Kombinationstherapie zwar den Schutz vor der HIV-Übertragung verbessert, halten jedoch aufgrund der beobachteten Nebenwirkungen weitere Forschung auf diesem Gebiet für unumgänglich. acc

Mandelbrot et al.: Lamivudine-zidovudine combination for prevention of maternal-infant transmission of HIV-1. JAMA 2001; 285: 2083–2093.

Dr. Mandelbrot, Service de Gynecologie-Obstetrique, Hospital Cochin, 123 Boulevard de Port Royal, 75014 Paris, Frankreich.

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