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Dtsch Arztebl 2002; 99(8): A-522 / B-422 / C-398

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Fritz H. Kemper. Foto: Archiv
Fritz H. Kemper. Foto: Archiv
Prof. Dr. med. Dr. med. h. c. mult. Fritz H. Kemper, von 1969 bis 1993 Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Münster, von 1985 bis 1997 Präsident des Medizinischen Fakultätentages, wurde am 9. Februar 75 Jahre alt.
Der renommierte Experte insbesondere auf dem Gebiet der Umwelttoxikologie leitet auch nach seiner Emeritierung die „Umweltprobenbank für Human-Organproben mit Datenbank“ an der Universität Münster. Der gebürtige Kölner Kemper habilitierte sich 1958 im Fach Pharmakologie und Toxikologie. 1964 ist er zum außerplanmäßigen Professor, 1965 zum Wissenschaftlichen Rat und Professor ernannt worden. 1969 ist er auf den Lehrstuhl für Pharmakologie und Toxikologie und zum Direktor des gleichnamigen Instituts an der Münsteraner Universität berufen worden. Kemper hatte während seiner langen wissenschaftlichen Karriere zahlreiche Ehrenämter inne und hatte sich insbesondere in der Pharmakologie und in der ärztlichen Fortbildung engagiert. Der Deutsche Ärztetag ehrte ihn 1998 in Köln mit der Verleihung der Paracelsus-Medaille der deutschen Ärzteschaft. EB

Hans Hamm. Foto: PdHÄ/privat
Hans Hamm. Foto: PdHÄ/privat
Prof. Dr. med. Hans Hamm, Facharzt für Allgemeinmedizin in Hamburg, Professor für Allgemeinmedizin an der Universität Hamburg, wird am 27. Februar 80 Jahre alt.
Nach Weiterbildung in den Fächern Innere Medizin, Chirurgie, Frauen- und Kinderheilkunde zum Allgemeinarzt und Internisten übernahm Dr. Hans Hamm 1955 die Hausarztpraxis seines Vaters in zweiter Generation. Hamm wurde 1971 der erste Lehrauftrag für Allgemeinmedizin an der Universität Hamburg erteilt; 1982 wurde er zum Professor an dieser Universität ernannt. Hamm schrieb als erster Hochschullehrer zwei Lehrbücher für Allgemein- und Familienmedizin (Georg Thieme-Verlag), von dem eines inzwischen in der fünften Auflage erschienen ist. Er gilt als Begründer der Familienmedizin in Deutschland.
Von 1979 bis 1986 war Hamm Präsident der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin e.V. (DEGAM), deren Ehrenpräsident er heute ist. In Anerkennung seiner Verdienste um die Allgemeinmedizin wurde er mit der Hippokrates-Medaille ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung dieser europäischen Fachgesellschaft.
Von 1980 bis 1990 war
Hamm wissenschaftlicher Leiter des Internationalen Fortbildungskongresses der Bundes­ärzte­kammer und der Österreichischen Ärztekammer in Meran. Er ist in Anerkennung seiner Verdienste um die ärztliche Fortbildung mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette der Bundes­ärzte­kammer ausgezeichnet worden.
Er war sowohl im Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Hamburg als auch in der Ärztekammer Hamburg aktiv; er war eineinhalb Jahrzehnte lang Delegierter bei den Deutschen Ärztetagen, zeitweilig auch als Präsidiumsmitglied und Mitglied des Vorstandes der Akademie für Allgemeinmedizin. Prof. Hamm war Mitglied der Sachverständigenkommission des Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­iums für die Reform des Medizinstudiums. Er war Mitglied in den Schriftleitungen verschiedener ärztlicher Fachzeitschriften. Er ist Ehrenmitglied der Internationalen und Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin, der Gastro-Liga und des BDA Berufsverbandes der Allgemeinärzte Deutschlands – Hausärzteverband – e.V. in Hamburg. GE
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