ArchivDeutsches Ärzteblatt8/2002Deutsche Kran­ken­ver­siche­rung: Marktposition ausgebaut

Versicherungen

Deutsche Kran­ken­ver­siche­rung: Marktposition ausgebaut

Dtsch Arztebl 2002; 99(8): [110]

Clade, Harald

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Dr.jur.Jan Boetius, Vorstandsvorsitzender der DKV AG, Köln. Foto: DKV
Dr.jur.Jan Boetius, Vorstandsvorsitzender der DKV AG, Köln. Foto: DKV
Die Deutsche Kran­ken­ver­siche­rung AG (DKV), Köln, die am 11. Januar in Köln ihr fünfundsiebzigjähriges Bestehen feierte, blickt auf eine erfolgreiche Tradition als führendes Kran­ken­ver­siche­rungsunternehmen in Deutschland und in Europa zurück. Auf dem deutschen Kran­ken­ver­siche­rungsmarkt ist die DKV Marktführer mit einem Marktanteil von 13,9 Prozent, gemessen am Prämienaufkommen (Basis: 2000).
Die DKV wurde am 11. Januar 1927 als Deutsche Kranken-Versicherungs-Aktien-Gesellschaft in Berlin-Schöneberg gegründet. Die Gründer des Unternehmens waren Ärzte, Handwerker, Kaufleute und andere Angehörige der Freien Berufe, die nicht in der Gesetzlichen Kran­ken­ver­siche­rung versichert waren. Auch die Folge der lang anhaltenden Hyperinflation führte dazu, dass eine Gründungswelle von Versicherungsunternehmen in den Zwanzigerjahren begünstigt wurde.
Schon nach kurzer Zeit hatte die DKV einen Bestand von 100 000 Versicherten. Heute sind bei der DKV in Deutschland und in fünf weiteren europäischen Ländern mehr als 5,8 Millionen Kunden versichert. Das Beitragsaufkommen betrug im vergangenen Jahr vier Milliarden A. Mithin ist die DKV der größte private Krankenversicherer in Europa.
1932 wurde – durch die wirtschaftliche Rezession bedingt – die Aktienmehrheit der DKV durch die Hamburg-Mannheimer-Versicherungs-AG erworben. Heute gehört die Deutsche Kranken zusammen mit der damaligen „Mutter“, der Hamburg-Mannheimer, den Viktoria-Gesellschaften und der Versicherung D.A.S. zur ERGO-Versicherungsgruppe AG (Düsseldorf). Die ERGO ist die zweitgrößte Erstversicherungsgruppe in Deutschland.
Nachdem die Allianz 1992 die Mehrheit an der DKV AG erworben hatte, veräußerte diese ihre Anteile vier Jahre später wieder an die Münchener Rück. Bereits 1997 entstand mit dem neuen Mehrheitsaktionär Münchener Rück aus der Viktoria, der Hamburg-Mannheimer, der DKV AG und der Versicherung D.A.S. die neu formierte Ergo-Versicherungsgruppe AG.
Bereits Anfang der Sechzigerjahre begann die DKV in Belgien mit ihren Auslandsaktivitäten, die in der Folge auf vier weitere europäische Länder ausgeweitet wurden. Seit mehr als drei Jahren unterhält die DKV eine Repräsentanz in China, um dort gemeinsam mit der Münchener Rück die zweitgrößte chinesische Versicherungsgesellschaft beim Aufbau einer privaten Kran­ken­ver­siche­rung zu unterstützen und das Know-how zu übermitteln.
Der Vorstandsvorsitzende, Dr. jur. Jan Boetius, berichtete anlässlich der Kölner Jubiläumsveranstaltung: Bereits 28 Prozent der bei der DKV Versicherten und 15 Prozent der Prämieneinnahmen werden heute bereits durch ausländische Niederlassungen erwirtschaftet. HC
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