ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2002Brustkrebs: Versorgung wird verbessert

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Brustkrebs: Versorgung wird verbessert

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LNSLNS Bundesgesundheitsministerin sieht
Fortschritte bei Qualitätssicherung.
Nach jahrelangen Diskussionen über die Verbesserung der Früherkennung und Behandlung von Brustkrebs sind endlich entscheidende Schritte zur Qualitätssicherung getan worden“, sagte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt am 25. Februar in Berlin. Das Mammographie-Screening werde zurzeit in drei Modellregionen erprobt und solle die Grundlagen für die Einführung eines flächendeckenden Screenings für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren liefern. Schmidt rechnet damit, dass das Verfahren 2003 flächendeckend angewendet werden kann. Die Ministerin betonte, dass bei begründetem Verdacht oder besonderem Risiko die Mammographie auch bei jüngeren Frauen von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt werde und kritisierte heftig, dass einige Ärzte Mammographien als IGEL-Leistung privat abrechnen.
Einen wesentlichen Beitrag zur Eindämmung des so genannten grauen Mammographie-Screenings verspricht sich Schmidt von einer Vereinbarung der Selbstverwaltung, die im April in Kraft tritt. Sie stelle sicher, dass die behandelnden Ärzte die vorgegebenen Qualifikationsanforderungen erfüllten und die Mammographieaufnahmen über eine optimale technische und diagnostische Qualität verfügten. Qualitätsverbesserungen in der Therapie seien auch von der Aufnahme der Brustkrebserkrankung in die Disease-Management-Programme zu erwarten. Entsprechende Behandlungsleitlinien würden derzeit von den medizinischen Fachgesellschaften entwickelt.
Unterstützung erhielt Schmidt vom Präsidenten der Deutschen Krebsgesellschaft, Prof. Dr. med. Rolf Kreienberg. Mit diesen Maßnahmen seien alle Voraussetzungen erfüllt, um bei der Therapie von Brustkrebs auch im europäischen Vergleich wieder eine Spitzenstellung einzunehmen.

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