ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2002Migranten: Kapitulation
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LNSLNS . . . Seit 20 Jahren habe ich Kontakt zu einer (rein) asiatischen Berliner Studentengemeinde, zu der auch viele hier geborene Kinder gehörten. Ausnahmslos alle sprachen mit vier bis fünf Jahren so perfekt Deutsch, dass sie vom Hören nicht von einem gleichaltrigen deutschen Kind zu unterscheiden waren. Dies geschah ohne jeden finanziellen Zusatzaufwand allein dadurch, dass die Eltern ihren Kindern normale Kontakte zu deutschen Gleichaltrigen ermöglichten. Alle Ehepaare haben bei Studienende Deutschland mit ihren zweisprachigen Kindern verlassen oder beabsichtigen dies. Demgegenüber wird Kindern, die groteskerweise angeblich „hier ihre Heimat“ haben, auf breiter Front der natürliche Erwerb ihrer „Heimatsprache“ verwehrt.
Geradezu aberwitzig ist die politische Reaktion. Man stellt zwei Lehrkräfte in die Grundschulklasse, um doppelsprachigen Unterricht zu proben. Man fordert die flächendeckende Versorgung mit kultur- und medizinkundigen Dolmetschern. Das ist die kostenträchtige Kapitulation vor dezidierter und vorsätzlicher Integrationsverweigerung, der institutionalisierte Offenbarungseid auf 30 Jahre Politikergeschwätz . . .
Dr. Stefan F. J. Langer, Guineastraße 14, 13351 Berlin
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