ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2002Medizinstudium: Basiswissen unerlässlich

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Medizinstudium: Basiswissen unerlässlich

Dtsch Arztebl 2002; 99(9): A-555 / B-454 / C-426

Kaus, Heinrich

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LNSLNS Die Überschrift „Überforderte Kandidaten“ provoziert dazu, an überforderte, besser aber an ungeeignete Prüfer zu denken. Unter „Praktische Beispiele“ wurden statt klarer Fragen oder Aufgaben nur Antworten mit Prozentangabe der richtigen Antworten angeführt. Wie bekannt, werden an sich leichte Fragen gerne so verklausuliert, dass Falschantworten provoziert werden. Die Angabe von Fragen oder Aufgaben unterblieb. Nach dem Satz: erschienen nur Antworten. Gleichsetzung von Frage und Antwort ist ein Verstoß gegen Grundregeln sprachlicher Korrektheit. Bei den schlecht beantworteten Fragen, deren Wortlaut geflissentlich verschwiegen wurde, ist zu vermuten, dass die Falschantworten auf irreführende Formulierung der Fragen zurückgehen. Durch Beispiele leicht zu beweisen!
Trotz explosionsartigen Zuwachses des Wissens in den Naturwissenschaften sind Grundkenntnisse und Basiswissen in diesen Fächern seit mehr als einem Jahrhundert praktisch gleich geblieben. Lehre und Prüfung von Basiswissen in diesen Fächern sollte für Mediziner immer eine conditio sine qua non bleiben.
Dr. med. Heinrich Kaus, Raafstraße 33, 52076 Aachen
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