ArchivDeutsches Ärzteblatt9/2002Endovaskuläre versus chirurgische Therapie von Karotisstenosen

MEDIZIN: Referiert

Endovaskuläre versus chirurgische Therapie von Karotisstenosen

Dtsch Arztebl 2002; 99(9): A-576 / B-469 / C-441

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LNSLNS Eine unter englischer Federführung initiierte internationale Multicenterstudie ergab vergleichbare Ergebnisse der chirurgischen Therapie versus der endovaskulären Therapie von Karotisstenosen. 504 Patienten mit höhergradigen Karotisstenosen wurden randomisiert mittels Karotis-Endarterektomie (n = 251) oder perkutan transluminal (n = 253) mittels Angioplastie alleine (74 Prozent) oder Angioplastie plus Stent (26 Prozent) behandelt. Die 30-Tage-Komplikationsrate für Tod oder relevante Apoplexie war mit 6,4 Prozent (Chirurgie) und 5,9 Prozent (Angioplastie) nicht signifikant unterschiedlich. Nebenwirkungen wie Hirnnervenverletzungen und OP-Hämatome traten in der chirurgischen Gruppe häufiger auf. Auch nach einem Jahr waren die klinischen Ergebnisse vergleichbar, wenngleich die Rate an asymptomatischen Rezidivstenosen in der angioplastisch behandelten Gruppe höher lag als bei den operierten. Die Rate der ipsilateralen Schlaganfälle war in der insgesamt dreijährigen Nachbeobachtung bei beiden Gruppen gleich. Aufgrund dieser Daten sehen die Autoren das endovaskuläre Verfahren als gleichwertig an und heben die geringere Rate an lokalen Nebenwirkungen hervor. acc

Cavatas Investigators: Endovascular versus surgical treatment in patients with carotid stenosis in the carotid and vertebral artery transluminal angioplasty study (Cavatas): a randomised trial. Lancet 2001; 357: 1729–1737.

Prof. M. Brown, Department of Clinical Neurology, Institute of Neurology, University College London, Queen Square, London WC1N 3BG, Großbritannien.

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